Aus zwei mach drei: Ab Herbst gibt es eine weitere Kindorado-Gruppe
Der Schülerhort Kindorado richtet sich mit einer Erweiterung seines Angebots und seiner Räumlichkeiten auf den ab dem kommenden Schuljahr geltenden Rechtsanspruch der Grundschüler auf eine Ganztagsbetreuung ein.
Bisher gibt es zwei Kindorado-Gruppen, die aktuell von 50 Schülern besucht werden. Ab September werden es drei Gruppen sein. Die neue firmiert dann allerdings unter der Bezeichnung „Flexible Nachmittagsgruppe“. Denn bei einer flexiblen Nachmittagsbetreuung ist, anders als bei regulären Gruppen, die Anwesenheit von Fachpersonal nach den Vorgaben des Kindertagesstätten-Gesetzes nicht zwingend erforderlich. Und solche Fachkräfte sind rar.
Auch ohne Fachkraft soll der Betreuungsanspruch gewahrt werden
Wie Alexandra Müller-Mengis in der Ratssitzung betonte, werde natürlich auch in der neuen Gruppe meist eine Fachkraft die Kinder mitbetreuen. Aber auch wenn dies einmal nicht möglich sein sollte, leide die Qualität der Betreuung nicht. Die Kinder würden, das könne sie versichern, auch dann nicht nur einfach verwahrt.
„Wir haben ja einen Anspruch an uns. Alle unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert“, so die Vorsitzende des Kindorado-Trägervereins über das Hort-Team. Gleichlautend äußerte sich auch die Hort-Leiterin Dagmar Timeus.
Unsicherheiten bei der Bedarfsplanung
Der Rechtsanspruch gilt erstmals für die künftigen Erstklässler. Dementsprechend hat die Gemeinde bei Eltern der jetzigen Vorschüler im Kindergarten St. Bernhardus und im Waldkindergarten Waldtrolle eine Online-Umfrage gestartet. Nach deren Ergebnis wünschen 15 Erziehungsberechtigte eine Ganztagsbetreuung. Verbindlich war die Umfrage jedoch nicht. So bleibt vorerst offen, wie hoch der Bedarf tatsächlich ist.
Als weitere Unwägbarkeit für die Planung schilderte Steffen van Wambeke, dass sich der Rechtsanspruch an die jeweiligen Heimatgemeinden richte. Wie weit Gailinger Kinder, die andernorts sonderpädagogische Schuleinrichtungen besuchten, dann in der Hochrheingemeinde ganztags betreut werden könnten, stehe nicht fest. „Manches ginge hier vor Ort, manches nicht“, so der Hauptamtsleiter.
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