Im letzten Philharmonischen Konzert der Saison wird das Konzil zum Kirchenraum
Eigentlich sieht sie auf der Bühne des Konstanzer Konzils ja vergleichsweise harmlos aus. Klar, drei Manuale, das ist schon was. Aber ein Spieltisch macht noch keine Orgel. Wo bleiben all die Orgelpfeifen, die dieses Instrument erst so königlich in den Kirchenräumen dieser Welt thronen lassen? Da sollten ein paar Lautsprecher Ersatz leisten können? Doch als es dann losgeht und Christian Schmitt in die Tasten greift, fühlt man sich schlagartig in einen mächtigen Sakralraum gebeamt. Krass, und das in diesem ewigen Problemsaal, dem Konzil.
Die Bodensee Philharmonie hat für ihr letztes Philharmonisches Konzert der Saison nochmal das große Besteck aufgefahren. Große Besetzung für Richard Strauss‘ symphonisches Werk „Aus Italien“, Gabriel Faurés zauberhafte Suite „Pelléas et Mélisande“, vor allem aber eine veritable Orgel, mit der Francis Poulencs Konzert für Orgel, Streicher und Pauke Wirklichkeit werden kann. Die Digitalisierung macht es möglich. Denn in dem Instrument, das Christian Schmitt mit nach Konstanz gebracht hat, steckt, so erklärt es Intendant Hans-Georg Hofmann zu Konzertbeginn, die digitalisierte Form der Orgel aus der Essener Philharmonie – die übrigens von der........
