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Wiederholt sich die Geschichte? Schon Markus Söders großes Vorbild war Beklagter beim Narrengericht

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15.01.2026

Eines ist jetzt schon sicher: Es dürfte spannend werden, wenn sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag, 12. Februar, auf der Bühne der Stockacher Jahnhalle vor dem Narrengericht verantworten muss. Schließlich ist der Landesvater des Freistaats Bayern durchaus ein Politiker mit Ecken und Kanten. Einer, an dem sich die Geister scheiden. Doch schon bevor der CSU-Chef Stockacher Boden betritt, zeigen sich damit erste Parallelen zum letzten bayerischen Ministerpräsidenten, der auf der Anklagebank des Narrengerichts Platz genommen hat.

Es war zur Fasnacht im Jahr 1979 als Franz Josef Strauß einen - in mehrerlei Hinsicht- denkwürdigen Auftritt in Stockach hinlegte. Zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarschs zog der Ur-Bayer in die Halle ein. Doch der Tag hatte mit einer Zitterpartie begonnen: Würde es der Beklagte angesichts seines eng getakteten Terminkalenders tatsächlich nach Stockach schaffen? Während andere Beklagte den ganzen Schmotzigen Dunschtig im Kreise der Stockacher Narren verbringen, reiste Strauß erst nachmittags zur Verhandlung an, wie aus der damaligen Berichterstattung hervorgeht. Standesgemäß für den passionierten Piloten kam er mit dem Flugzeug und saß dabei selbst am Steuerknüppel.

Er hatte an jenem Donnerstag mit seinem Privatjet den Flughafen in Friedrichshafen gefunden. Dort parkte Strauß den Privatjet, weil er am Abend nach der Verhandlung noch weiter zum Opernball........

© Südkurier