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Kaderplanung mit Hindernissen: Wie der BHC trotz Unsicherheit die Zukunft plant

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14.02.2026

BHC: Herausforderungen bei der Kaderplanung für die neue Saison

KostenpflichtigKostenpflichtigKaderplanung mit Hindernissen: Wie der BHC trotz Unsicherheit die Zukunft plant

Beim BHC herrscht aktuell viel Bewegung, wenn es um die Personalplanung geht. Ist der Handball-Bundesligist für die kommende Saison gut aufgestellt? ST-Sportredakteur Thomas Rademacher beleuchtet die Situation.

Solingen. Eine leichte Aufgabe hat Fabian Gutbrod wahrlich nicht. Der Sportdirektor des Bergischen HC muss für die kommende Saison einen Kader zusammenstellen, obwohl er nicht weiß, in welcher Liga die Löwen antreten. Der Klassenerhalt in der 1. Handball-Bundesliga ist ein realistisches Ziel, kann aber auch scheitern. Zwar steht der BHC aktuell über dem Strich, doch von unten drängen der SC DHfK Leipzig und die HSG Wetzlar, die sich unter der Woche sogar noch einmal herausragend verstärkt hat. Mit dem Schweden Andreas Palicka (39) haben die Mittelhessen einen erfahrenen Torhüter geholt, der immer noch zu den besten der Liga zählen könnte.

BHC-Spieler müssen im Zweifel auch in der 2. Liga antreten

Unabhängig davon, ob der BHC an seine starke Form aus dem vorigen November und Dezember anknüpfen kann, muss für nächste Saison eine Mannschaft bereitstehen. Spieler, die sich für den Verein entscheiden, müssen also im Zweifel bereit sein, auch in der 2. Liga anzutreten. Das kann natürlich ein Beweggrund sein, sich anders zu entscheiden. Rein spekulativ: Wenn es Noah Beyer vor allem darum geht, erstklassig zu bleiben, kann er recht sicher davon ausgehen, dass seinem neuen Club das gelingt. Es handelt sich um den aktuellen Zehnten HSV Hamburg. Vielleicht wird dort auch besser gezahlt, was eine weitere Entscheidungshilfe sein kann – es geht schließlich um Profisport.

Personelle Fluktuation liegt in der Natur der Sache

Als Verein, der nicht sicher mit der 1. Liga planen kann, ist es jedenfalls traditionell schwierig. Und deshalb ist es auch kein verheerendes Signal, dass Leistungsträger wie Aron Seesing, Eloy Morante Maldonado oder Noah Beyer den BHC im Sommer verlassen. Eine solche Fluktuation liegt in der Natur der Sache. Aus BHC-Sicht entscheidend ist die Frage, ob die neuen Spieler die Erwartungen erfüllen und in der kommenden Saison erfolgreich bei einer weiteren Mission Klassenerhalt mitwirken können.

Gute Entwicklung liegt auch am BHC

Ein bisschen Vertrauen darf man in die BHC-Verantwortlichen schon haben. Der Grund, dass Seesing, Morante und Beyer inzwischen zu den klangvollen Handball-Namen gehören, liegt ja auch daran, dass sie im Bergischen Land eine so starke Entwicklung gemacht haben. Und dazu haben nicht nur sie selbst, sondern ebenso das Trainergespann Arnor Gunnarsson und Markus Pütz beigetragen.

Schlagen auch Schrader und Co. ein?

Dasselbe soll nun mit Spielern wie Janik Schrader, der in der 2. Liga lange unter dem Radar blieb, Tom Bergner und Gabriel da Rocha Viana gelingen. Und es spricht nichts dagegen, dass das klappt.

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Im Tor steht derweil der Abgang von Lukas Diedrich fest. Hier wären nach Lage der Dinge „nur“ Christopher Rudeck und der aktuell mit Zweitspielrecht bei Bayer Dormagen aktive Louis Oberosler gesetzt. Gut möglich, dass der BHC hier abwartet und je nach Liga-Zugehörigkeit reagiert – oder eben nicht. Die Weichen für die nächste Runde jedenfalls sind gestellt.


© Solinger Tageblatt