Kersting-Haus: Die Posse zeigt die ganze Planlosigkeit bei der Innenstadt-Entwicklung
Kersting-Haus: Die Posse zeigt die ganze Planlosigkeit bei der Innenstadt-Entwicklung
Kersting-Haus: Die Posse zeigt die ganze Planlosigkeit bei der Innenstadt-Entwicklung
Ordnungswache sollte mehr Sicherheit bringen. Doch nun das klammheimliche Aus nach nicht mal 30 Monaten. Wann kommt endlich der versprochene Generalplan, fragt sich unser Kolumnist Stefan M. Kob
Liebe Leserinnen und Leser,
im März 2024 strahlten sie noch gemeinsam in die Kamera: Oberbürgermeister, Ordnungsdezernent, Baudezernent, Polizeichefin – großer Bahnhof für die neue Ordnungswache im Kersting-Haus. In einem wahren Bieter-Krimi hatte die Stadt die zentrale Innenstadt-Immobilie am Graf-Wilhelm-Platz einem Clan quasi in letzter Minute vor der Nase weggeschnappt, als die traditionelle Konditorei Kersting zum Verkauf stand.
Ausgerechnet dort eine neuartige Sicherheitswache einzurichten, durch die Kommunaler Ordnungsdienst und Polizei gemeinsam wieder für mehr Recht und Ordnung in der Innenstadt sorgen sollten, schien ein geradezu genialer Schachzug des damaligen Oberbürgermeisters. Kurzbach machte bei der Vorstellung des Konzepts allen Skeptikern klar: „Der eine oder andere wird überrascht sein.“
Und das waren die Solinger tatsächlich. Zum Beispiel darüber, dass sich die Sicherheitskräfte hinter blickdichten Milchglasscheiben versteckten, als hätten sie mehr Angst vor suspekten Innenstadt-Gestalten als umgekehrt. Dazu passten auch die büroüblichen Öffnungszeiten: wochentags von 8 bis 16 Uhr. Da hat man es in der Regel eher ruhiger. Auch die Kersting-Leuchtreklame blieb vorsichtshalber hängen, als ob dort nach wie vor Kaffee und Kuchen serviert würden.
Ohne Heizung mitten im Sommer – ging gar nicht
In Wahrheit betrat kaum je ein Bürger die Räume, weil man ja nie wusste, ob........
