Bildungskatastrophe: Was Pisa mit den aktuellen Wahlergebnissen zu tun hat
Bildungskatastrophe: Was Pisa mit den aktuellen Wahlergebnissen zu tun hat
Bildungskatastrophe: Was Pisa mit den aktuellen Wahlergebnissen zu tun hat
Bildung hat oberste Priorität? Ein Blick auf die maroden Solinger Schulen sagt etwas anderes. Dabei geht es nicht um „Schöner Lernen“, meint Kolumnist Stefan M. Kob. Sondern um die Zukunft unserer Gesellschaft.
Liebe Leserinnen und Leser,
die Schockwellen über den Wahlerfolg der Rechtsextremen in Sachsen-Anhalt waren noch spürbar, als direkt die zweite Hiobsbotschaft folgte: die verheerenden Ergebnisse der aktuellen Pisa-Studie.
Deutschland ist auf historisch niedrige Werte abgesackt – die Jugendlichen schnitten sogar schlechter ab als beim „Pisa-Schock“ vor 25 Jahren. Jeder dritte 15-Jährige scheitert an grundlegenden Mathe- oder Leseaufgaben.
Hat das eine etwas mit dem anderen zu tun? Aber sicher, auch wenn der zeitliche Zusammenhang Zufall ist. Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend: Die Fähigkeit, Informationen zu bewerten und kritisch zu hinterfragen, nimmt ab. Und das in Zeiten von Desinformation und Künstlicher Intelligenz.
Bildung genießt Priorität – in Sonntagsreden
Der Anteil der Jugendlichen, die digitale Texte nur noch flüchtig lesen, hat sich seit 2018 fast verdoppelt. Das Überfliegen von Social-Media-Feeds und die Verlagerung hin zum digitalen Lesen beeinträchtigen die Fähigkeit, sich vertieft mit komplexen Themen auseinanderzusetzen.
Es ist daher kein Zufall, dass besonders die Jungen kaum noch die früheren Volksparteien wählen: Bei den 18- bis 24-Jährigen kam die CDU nur noch auf 5 Prozent, die SPD auf 8. Der überdurchschnittliche Zuspruch für extreme Parteien nimmt dagegen mit steigendem Bildungsgrad ab. AfD und Linkspartei sind bekannt........
