Deutsche Außenpolitik: Wadephul zwischen Krisendiplomatie und Pflichtprogramm
Deutsche Außenpolitik Wadephul zwischen Krisendiplomatie und Pflichtprogramm
Johann Wadephul (CDU), Bundesaußenminister, übergibt während des Besuchs der Mohammed VI Fußball Akademie im Rahmen einer Reise nach Marokko ein Trikot an die Kapitänin des Teams, gegen das er gerade gespielt hat. Neben ihnen steht Karim Bellarabi, ehemaliger Fußballspieler.
Analyse | Rabat · Merz und Wadephul wollten Außenpolitik „aus einem Guss" machen. Doch nach einem Jahr fehlt ein klarer Kurs. In den großen Krisen sind andere am Zug.
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Die öffentlichen Termine des Außenministers dieser Tage scheinen nicht so recht zur Weltlage zu passen – etwa zum Iran-Krieg, wo die Blockade der Straße von Hormus international die Wirtschaft in Atem hält. Oder zum Ukrainekrieg, wo Russland seine Aggression auch nach vier Jahren des ukrainischen Widerstands noch fortsetzt. Donald Trumps Friedensbemühungen kommen nicht voran – erfahrene Diplomaten mit einem langen Atem wären gefragt. Aus Europa zum Beispiel.
Der deutsche Chefdiplomat Johann Wadephul ist am Mittwoch und Donnerstag aber in Marokko zu Besuch – in der Hauptstadt Rabat werden 70 Jahre Beziehungen zwischen den beiden Ländern gefeiert. Er besucht einen deutschen Automobilzulieferer, kickt mit marokkanischen Nachwuchsfußballerinnen, besichtigt das königliche Mausoleum in der Hauptstadt Rabat. Marokko ist für Deutschland strategisch wichtig: als Rohstoffpartner und Produktionsstandort sowie perspektivisch als Lieferant von Solar- und Windenergie, Stichwort:........
