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Endloskriege, Fehlentscheidungen, Terror: Wie der 11. September die Demokratie in Amerika heute noch gefährdet

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03.09.2026

Endloskriege, Fehlentscheidungen, Terror Wie der 11. September die Demokratie in Amerika heute noch gefährdet

George W. Bush bei einer Veranstaltung nach dem Angriff auf das World Trade Center in New York (Archiv).

Analyse | Washington · Ein Drittel der US-Amerikaner ist zu jung, um sich an den 11. September 2001 zu erinnern. 25 Jahre später prägen die Folgen dieses Tages ihr Land bis heute. Klar ist: Ohne George W. Bushs Krieg gegen den Terror säße Donald Trump heute nicht im Weißen Haus.

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George W. Bush erinnert sich genau an den Moment, als der United-Airlines-Flug 175 um 9.03 Uhr in den Südturm des World Trade Centers einschlug. Der Präsident saß zu diesem Zeitpunkt in der Emma E. Booker Elementary School von Sarasota im US-Bundesstaat Florida. In den Händen hielt er das Kinderbuch „The Pet Goat”, aus dem er den Zweitklässlern vorgelesen hatte. Sein Stabschef Andrew Card flüsterte ihm ins Ohr, ein zweites Flugzeug habe den anderen Turm getroffen. „Amerika wird angegriffen.”

Wie jeder Amerikaner, der diesen Tag erlebte, stand der Präsident unter Schock. Sieben Minuten starrte Bush vor sich hin, bevor er das Klassenzimmer von Kay Daniels verließ. Heute leben in den USA rund 100 Millionen Menschen ohne eigene Erinnerung an diesen Tag. Viele ahnen nicht einmal, was das Trauma des größten Terroranschlags in der Geschichte mit ihrem Land und der Welt gemacht hat.

Ohne den 11. September säße 250 Jahre nach der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika vermutlich niemand im Weißen Haus, der die demokratischen Fundamente des Landes so sehr erschüttert wie Donald Trump. Um das zu verstehen, lohnt sich ein Gedankenexperiment. Man stelle sich vor, es wäre nichts passiert an jenem Tag vor 25 Jahren. Bush hätte gewiss noch öfter aus dem Buch über die kleine Ziege vorgelesen. Die von Bill Clinton hinterlassenen Haushaltsüberschüsse wären in seine Bildungsreform „No Child Left Behind” geflossen. Gefolgt von weiteren Vorhaben, die der als Konservativer mit Herz angetretene Bush im Wahlkampf versprochen hatte.

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