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„Ich bin ein Star - holt mich hier raus“: Warum Finalist Gil Ofarim die Dschungelkrone nicht verdient

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08.02.2026

Vielleicht müssen wir Ariel und Gil Ofarim dankbar sein, dass sie sich durch ihre Dauerpräsenz selbst disqualifizieren. In der TV-Sendung „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ sind beide Camper die „Attraktionen“, produzieren Schlagzeilen über die tägliche Show hinaus, spielen sich in den Vordergrund und bekommen die meiste Sendezeit. Man könnte das also als Entertainment bezeichnen, genau dafür wurden sie in das Dschungelcamp von RTL geholt. Der Kölner Sender soll Ofarim eine sechsstellige Summe als Gage zahlen. Ariel, die Schweizer Reality-TV-Teilnehmerin, soll hingegen einen Bruchteil davon kassieren. Für RTL dürften sie jeden Cent wert sein. Ariel wurde am Donnerstag rausgewählt und musste das Camp verlassen, nun steht Sänger Gil Ofarim gemeinsam mit Hubert Fella und Samira Yavuz im Finale der Show. Aber wenn es den Fernsehgott tatsächlich geben sollte, dann auch Gil Ofarim auf keinen Fall die Show gewinnen, sich die Dschungelkrone aufsetzen und die 100.000 Euro Preisgeld für den Gewinn mit nach Hause nehmen. Dafür haben Gil und Ariel zu sehr polarisiert. Jeder auf seine Weise.

Von Gil Ofarim erwarteten alle – Zuschauer und wohl auch RTL – dass er endlich über den Vorfall im Leipziger Hotel im Jahr 2021 sprach. Dass er sich für seine erfundenen Antisemitismusvorwürfe entschuldigte, dass er reinen Tisch machte. Genau das tat der Sänger aber nicht, weigerte sich zunächst, über den Vorfall an sich zu sprechen, aufgrund einer unterzeichneten Verschwiegenheitsvereinbarung mit dem ehemaligen Hotelangestellten, den Ofarim bezichtigte, ihn antisemitisch beleidigt zu haben.

Dann verwies Ofarim im Dschungel auf seine Kinder, und dass er ihretwegen nicht weiter darüber reden dürfe. Dann entschuldigte er sich bei der Stadt........

© RP Online