Wechsel im Kabinett: Mission Aufbruch – Merz wagt den Befreiungsschlag
Wechsel im Kabinett Mission Aufbruch – Merz wagt den Befreiungsschlag
Neue Aufstellung im Kabinett: Pressekonferenz am Freitag im Kanzlergarten.
Analyse | Berlin/München · Kanzler Merz nutzt den Rücktritt von Fraktionschef Spahn für eine weitreichende Umbildung seines Kabinetts. Schwachstellen sollen beseitigt, Frauen gestärkt werden. Ob der Neustart vor den Herbstwahlen reicht, ist offen. Wie es zu der Neuaufstellung kam. Eine Rekonstruktion.
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Friedrich Merz hatte sich für die Sommerpause etwas vorgenommen, was nur sehr wenige wussten: Der Kanzler wollte über das Personal nachdenken, die Weichen für einen Aufbruch seiner Regierung im Herbst stellen. Nach den Reformen aus der Koalition sollte ein weiteres Signal des Neuanfangs kommen. Und der Kanzler war im ersten Regierungsjahr durchaus nicht glücklich mit der Leistung einiger in seinem Umfeld, auch in seinem Kabinett.
Doch dann kam es anders. Der Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn, der über eine Leihmutterschaft in den USA stolperte, kam überraschend, bot Merz nun aber die Chance, schnell und umfassend durchzugreifen.
Wie kam es nun zu den Personalentscheidungen? Allen voran stand die Frage des Fraktionsvorsitzes. Da hatte Merz früh zwei Favoriten: Kanzleramtsminister Thorsten Frei, ein enger Vertrauter, der allerdings Schwierigkeiten hatte, sich in dem extrem fordernden Job im Schatten des Kanzlers einzuarbeiten. Und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU, der aufgrund seines Standings innerhalb der Koalition und seiner Leistungen als Minister mittlerweile........
