Was bei der Sicherheitskonferenz zu erwarten ist: Wenn Marco Rubio auf Friedrich Merz trifft
Die Münchner Sicherheitskonferenz ist seit jeher ein Gradmesser für die Weltlage. Und so war sie in den vergangenen beiden Jahren an Dramatik kaum zu überbieten: Nur wenige Stunden, nachdem der Tod des bekanntesten russischen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny bekannt wurde, ergreift 2024 seine Witwe in München auf der Bühne das Wort. Mit Tränen in den Augen und um Fassung ringend fordert Julia Nawalnaja dazu auf, Russlands Präsident Wladimir Putin „persönlich für alle Gräueltaten zur Rechenschaft“ zu ziehen. Nawalnaja erhält stehende Ovationen. Ihr Auftritt rüttelt auch hart gesottene Sicherheitspolitiker auf.
Im vergangenen Jahr sendet bereits der erste Auftritt Schockwellen durch ganz Europa. Wenige Wochen nach der Vereidigung der neuen US-Regierung von Präsident Donald Trump kommt Vizepräsident JD Vance in den Bayerischen Hof. In seiner Rede übt er scharfe Kritik an europäischen Staaten, prangert angebliche Defizite bei der Meinungsfreiheit an und attackiert Deutschland wegen des Umgangs mit der AfD. „Für Brandmauern ist kein Platz“, sagt Vance.
Spätestens da war klar: Die zweite Trump-Administration bedeutet eine Abkehr der USA von westlichen Werten, die lange als in Stein gemeißelt........
