Merz im Bundestag: Der Kanzler bleibt sitzen – und verkauft dann die Reformen
Merz im Bundestag Der Kanzler bleibt sitzen – und verkauft dann die Reformen
Kanzler Friedrich Merz am Donnerstag bei seiner Regierungserklärung im Bundestag.
Analyse | Berlin · Nach dem Nato-Gipfel wartet in Berlin schon die nächste Belastungsprobe für den Kanzler. Friedrich Merz muss im Bundestag nicht nur die Reformen verteidigen, sondern auch den Zusammenhalt seiner Koalition beschwören – wie ihm das gelingt.
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Der Gong im Hohen Haus ertönt, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner betritt an diesem Donnerstagmorgen den Plenarsaal, alle stehen auf – nur einer bleibt sitzen: ausgerechnet der Kanzler.
Finanzminister Lars Klingbeil gibt Friedrich Merz grinsend einen kurzen Hinweis, erst dann erhebt er sich. Eine Randnotiz, sicher. Aber auch eine Szene mit Symbolkraft. Merz wirkt in diesen Tagen wie ein Regierungschef, der gedanklich schon beim nächsten Problem ist.
Hinter ihm liegt ein kräftezehrender Nato-Gipfel, bei dem auch er dazu beitragen musste, US-Präsident Donald Trump bei Laune zu halten. Kaum zurück in Berlin, folgt im Bundestag die kurzfristig angesetzte Regierungserklärung. Zusatzpunkt 3 auf der Tagesordnung. Merz muss erklären, verteidigen, zusammenhalten.
Dass er Erklärungsbedarf hat, ist unüberhörbar. 25 Minuten lang spricht Merz – mit dem Blick vor........
