Vor der Fußball-WM 2026: Unpolitisch? Hört doch bitte mit dieser Scheinheiligkeit auf!
Vor der Fußball-WM 2026 Unpolitisch? Hört doch bitte mit dieser Scheinheiligkeit auf!
Fifa-Präsident Gianni Infantino reicht US-Präsident Donald Trump im August 2025 im Weißen Haus den WM-Pokal.
Meinung | Düsseldorf · Von Überforderung bis Schamlosigkeit: Verbände, Vereine und Institutionen scheitern immer wieder daran, politische Verantwortung zu übernehmen. Bei der WM in den USA ist das nicht anders. Ein Blick auf die fünf Stufen der Realitätsverweigerung.
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Ja, es gibt gute Gründe, sich auf die Fußball-Weltmeisterschaft zu freuen: Fußball bis zum Abwinken, spektakuläre Tore, dramatische Partien, bunte Geschichten, ein globales Sportfest – und wenn es gut läuft, mal wieder ein bisschen schwarz-rot-goldene Begeisterung mit Spannung bis weit in die K.o.-Phase hinein.
Es gibt auch gute Gründe, zurückhaltend zu sein: Fußball bis zum Abwinken, ein grotesk aufgeblähtes Turnier, teils üble Anstoßzeiten – und das alles unter den Augen eines größenwahnsinnigen Möchtegernkönigs, der das Turnier zu seiner Bühne machen will, Schikanen gegen Gäste eingeschlossen.
1934 Italiens faschistischer Diktator Benito Mussolini nutzt das Turnier zur politischen Propaganda.
1938 Reichstrainer Sepp Herberger muss aus Spielern des „Altreichs“ und des soeben „angeschlossenen“ Österreich eine Mannschaft bilden. Sie scheidet früh aus.
1954 Nach dem deutschen Titelgewinn in Bern singen Fans „Deutschland, Deutschland über alles“. Der Schweizer Rundfunk bricht die Übertragung ab.
1978 Im Gastgeberland Argentinien herrscht eine brutale Militärjunta; die Debatte belastet auch das Turnier der deutschen Mannschaft. Von Manfred Kaltz ist der Satz überliefert: „Belasten tut mich das nicht, dass dort gefoltert wird.“
2018 WM in Russland. Boykottforderungen wegen der Annexion der Krim 2014 scheitern.
2022 Die........
