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Debatte um Leihmutterschaft: Der Christenmensch Jens Spahn balanciert auf einem schmalen Grat

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20.07.2026

Debatte um Leihmutterschaft Der Christenmensch Jens Spahn balanciert auf einem schmalen Grat

Unionsfraktionschef Jens Spahn im Juli 2025 im Bundestag.

Meinung | Düsseldorf · Zerrissen zu sein zwischen Grundsätzen und dem Leben – so beschrieb der Unionsfraktionschef seinen inneren Konflikt. Die christliche Tradition kennt dieses Dilemma gut. Doch es gibt auch den Unterschied zwischen echtem Ringen und bequemer Selbstentlastung.

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Fast eine halbe Stunde hatte Jens Spahn schon gesprochen. Darüber, wie es seinem Sohn Georg gehe, den eine Leihmutter in den USA zur Welt gebracht hatte. Über Privates und Öffentliches. Über die Rechtslage. Dann, kurz vor Schluss des Podcasts mit dem „Bild“-Journalisten Paul Ronzheimer, kam die Frage nach der christlichen Seite des Ganzen.

Spahn, nach eigenen Worten „katholisch erzogen, Kindergarten, Grundschule, bischöfliches Gymnasium, katholische Jugendverbandsarbeit“, führte aus, der „Christenmensch“ in ihm wisse, „dass es auch im Glauben manchmal keine einfachen Antworten gibt“. Zugleich sei die CDU „keine Religionsgemeinschaft, wir sind ‘ne Partei“. Und weiter: „Das echte Leben heißt oft auch, zerrissen zu sein zwischen Grundsätzen, Überzeugungen, manchmal rigorosen, klaren Lehren und dem, was eben das Leben ist. Diese Zerrissenheit muss man, muss ich, muss auch ein Christ gelegentlich aushalten.“

Hohe Worte über letzte und vorletzte Dinge, eher stockend, fast zögerlich vorgetragen. Da sprach einer über das, was in der Politik gern das christliche Menschenbild genannt wird, und zwar sein christliches Menschenselbstbild. Die politische Dynamik der Sache ergab sich daraus, dass Spahns Partei, die CDU, erst im Februar mit einem Parteitagsbeschluss ihr Menschenbild bekräftigt hatte, wonach Leihmutterschaft „angesichts ethischer, rechtlicher und praktischer........

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