Schauspieler-Avatare: KI-Stars auf dem Weg nach Hollywood
Tilly Norwood liegt am Strand, Schnitt, auf einer grünen Wiese, Schnitt, auf einer Lichtung im Wald. Dann ist sie bei Dreharbeiten zu sehen. Ihr Repertoire reicht vom Action-Blockbuster bis zum romantischen Kostümfilm. „Wir sollten uns kennenlernen, und danke fürs Anschauen!“, sagt sie am Ende des kurzen Schnelldurchlaufs durch ihr Dasein auf der digitalen Plattform Instagram und schenkt dem Publikum ein kokett schüchternes Mädchen-von-nebenan-Lächeln. Ich steh‘ erst am Anfang meiner Karriere, sagt dieses Lächeln. Und: Norwood liebt ihre Fans.
Geschaffen hat diese mit KI entwickelte Darstellerin einer Darstellerin das niederländische Unternehmen Particle 6. Als Geschäftsführerin Eline Van der Velden verkündete, es gebe bereits interessierte Agenturen in der Filmbranche, die Tilly in Hollywood groß herausbringen wollten, entbrannte eine Debatte über die Zukunft menschlicher Schauspieler und das machtvolle Aufkommen ihrer digitalen Konkurrenz.
Die Tilly-Entwickler nötigte das zu einer Erklärung im Netz. Tilly sei kein Ersatz für menschliche Schauspieler, heißt es da, sondern selbst ein Stück kreativer Arbeit, ein Kunstwerk. Sie solle als Vertreterin eines eigenständigen Genres verstanden werden.
Ein Team von 15 Kreativen habe mehr als sechs Monate an der Gestaltung von Tilly gearbeitet, sagt Van der Velden, es habe mehr als 2000 Überarbeitungsprozesse gekostet, bis sie „ihren Star“ gefunden hätten. Der Name habe britisch klingen, aber noch nicht existieren sollen. Nun werde weiter an der Gestaltung des Charakters gearbeitet bis zur nächsten Stufe der Veröffentlichung im kommenden Jahr.
Van der Velden war früher selbst Schauspielerin. „Ich........





















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