Fußball-WM: Fahnenschwenkende Männerhorden mit Homophobie-Problem
»Toleranz? Nein danke! – Glitter ohne Grenzen« war das Motto eines der zahlreichen transgenialen Christopher Street Days, der Berliner Gegenveranstaltung zum großen kommerziellen CSD in den 2000er Jahren. Die Parole sollte klarmachen: Als Queers, als Migrant*innen fordern wir nicht, von der jeweiligen Mehrheit oder von den Herrschenden als Ausnahme toleriert zu werden – wir wollen eine andere Gesellschaftsordnung, gleichberechtigter und glamouröser zugleich. Schon Johann Wolfgang von Goethe brachte es vor 200 Jahren treffend auf den Punkt: »Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.«
In diesem Sinne ist Toleranz tatsächlich die passende Beschreibung, um meine Haltung gegenüber einem anderen Phänomen zu beschreiben, das viel zu oft gleichzeitig mit dem Pride-Month stattfindet: die Fußball-Europa- oder, schlimmer noch, -Weltmeisterschaft. Je........
