Das perfekte Ich ist eine Illusion
Das perfekte Ich ist eine Illusion
Unsere Gesellschaft ist einem Optimierungswahn verfallen. Auf der Suche nach dem perfekten Ich verlieren sich viele im Aussen, ohne sich die entscheidende Frage zu stellen: Was treibt mich wirklich an?
Grundsätzlich spricht ja nichts gegen Optimierung. Oft beobachte ich jedoch, dass Menschen sich nicht zu etwas hin, sondern von etwas weg optimieren wollen. Die treibende Kraft ist etwas an oder in ihnen, was sie nicht mögen. Anstatt sich diesem Teil zuzuwenden und zu schauen, was er braucht, lenken sie die Aufmerksamkeit so davon weg.
Warum sind die Beweggründe überhaupt wichtig? Solange die Optimierung erreicht wird, spielt es doch keine Rolle, was mich antreibt! Eine Analogie zeigt, weshalb dieser Unterschied entscheidend ist: Wenn Sie ein schimmliges Haus haben, bleibt es schimmlig, auch wenn es frisch gestrichen wird. Der Anstrich ist nicht das Problem, aber auf schimmligem Fundament bringt er auch keine Lösung. Früher oder später wird auch er vom Schimmel verdorben. Wenn Sie den Schimmel nun mit einem ungewollten Gefühl austauschen, zum Beispiel «Ich bin nicht liebenswert» oder was........
