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Ronaldo hätte nichts mehr beweisen müssen – und auf der Bank Grösse zeigen können

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01.10.2026

Ronaldo hätte nichts mehr beweisen müssen – und auf der Bank Grösse zeigen können

Als Portugiesin schmerzt Cristiano Ronaldos Abgang aus der Nationalmannschaft. Und trotzdem denke ich: CR7 hätte es besser machen können.

Ronaldo wird in Portugal vor allem von einer Sorte Mensch geliebt: Journalisten. Niemand sonst bietet ihnen so viel Futter wie dieser Superstar. Seit dem Drama um ihn und Nationaltrainer Jorge Jesus  und Ronaldos Abgang aus der Nationalmannschaft überschlagen sich die Schlagzeilen in Portugal. Ganze Sendungen beschäftigen sich nur mit diesem Thema.

Die Hauptprotagonisten dieses mehrteiligen Dramas: Cristiano Ronaldo und Jorge Jesus.

Als viele noch glauben, Ronaldo könnte doch noch zurückkehren, verkündet der Portugiesische Fussballverband einen Tag nach Ronaldos Post auf Instagram : Die Nummer 7 geht nun an Jungstar Rafael Leão. Auf Instagram verliert der Verband Follower. Auf Social Media häufen sich Memes. Teils belustigend, teils voller Abschiedsschmerz. Stoff für eine portugiesische Seifenoper!

Wer jetzt denkt, dass Ronaldo in Portugal wie ein Gott verehrt wird, der irrt sich gewaltig. Als Portugiesin erlebe ich die Diskussion um CR7 immer wieder hautnah.

Niemand ist dem Jungen aus Madeira gegenüber kritischer als das portugiesische Volk. Es bespuckt ihn verbal, wenn er nichts leistet. Wünscht ihn raus aus der Nationalmannschaft – und das von Beginn an. Und doch liebte es ihn abgöttisch, wenn er glorreiche Momente........

© Luzerner Zeitung