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Wie Dolly Parton zur Ikone wurde

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26.08.2026

26. August 2026 – 13. Elul 5786

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Wie Dolly Parton zur Ikone wurde

Die Country-Legende Dolly Parton ist tot. Dass sie zu einem weltweit verehrten Star wurde, lag auch an ihren jüdischen Freunden und Geschäftspartnern

In der letzten Episode von Marta Kauffmans gefeierter Streamerserie Grace and Frankie finden sich die ziemlich besten Freundinnen plötzlich im Himmel wieder und treffen dort auf niemand anderen als Dolly Parton. »Genau so habe ich Sie mir vorgestellt«, ruft die jüdische Frankie begeistert, doch die glitzernde Blondine wehrt ab. Sie sei nicht der Allmächtige, sondern nur ein Working-Class-Engel. Es sollte eine der letzten Rollen sein, die Parton übernahm.

Am Dienstag starb die begnadete Sängerin und Showbiz-Ikone im Alter von 80 Jahren in ihrer Heimat, Nashville, Tennessee.Dolly Parton wuchs in bitterer Armut als eines von zwölf Kindern hart arbeitender, frommer Christen in der wilden Landschaft der Appalachen auf. Mit kaum zehn Jahren war ihre außergewöhnliche Stimme bereits im Radio zu hören. Mit gerade mal 13 Jahren nahm sie ihre erste Single auf und schaffte es auf die Bühne der legendären Live-Radio-Show »Grand Ole Opry«. Es war Johnny Cash, der sie mit den Worten vorstellte: »Und hier haben wir ein kleines Mädchen aus dem Norden.« Der Rest ist Geschichte.

»Ich bin mit der Bibel aufgewachsen«

Mit knallharter Disziplin und unermüdlicher Arbeit schuf die gut 1,50 Meter große, für ihr voluminöses blondes Haar und ihre Kurven bekannte Frau ein Imperium. Vielleicht auch gerade deshalb, weil sie in der Männer-dominierten Welt ihrer Zeit immer wieder unterschätzt wurde und doppelt so hart arbeitete, um sich durchzusetzen. Neben der Musik brillierte sie auch als Schauspielerin und Unternehmerin. Es gibt kaum einen Preis der Entertainmentbranche, den Dolly Parton nicht gewonnen hat. Ihre Fangemeinde umspannt alle Kulturen und Länder. Deshalb hat sie sich auch nie politisch positioniert. Außer, wenn es um die Liebe ging. Die Ehe sollte auch für gleichgeschlechtliche Paare offen stehen.

Die Geschichten der hebräischen Bibel waren immer Teil von Partons Songwriting-Werkzeugkasten. »Ich bin nicht besonders religiös, aber ich bin sehr spirituell. Ich bin mit der Bibel aufgewachsen und froh darüber«, sagte Parton einmal im Interview mit der »New York Times«.

Das berühmteste Beispiel dafür ist wohl »Coat of Many Colors« von 1971 über eine........

© Juedische Allgemeine