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Zwischen den Welten – der Tod von Maher Khatar

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12.03.2026

12. März 2026 – 23. Adar 5786

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Zwischen den Welten – der Tod von Maher Khatar

Warum die militärische Beerdigung des gefallenen drusischen Reservisten aus Majdal Shams ein historischer Moment ist

Der Tod des israelisch-drusischen Soldaten Maher Khatar markiert einen Moment, der weit über ein persönliches Schicksal hinausgeht. Als er am 8. März in Südlibanon fiel und anschließend in seinem Heimatort beerdigt wurde, geschah etwas, das es so noch nie gegeben hatte: In der drusischen Stadt Majdal Shams auf den Golanhöhen fand zum ersten Mal überhaupt eine militärische Beerdigung für einen Soldaten der israelischen Armee (IDF) statt. Für Beobachter ist das ein historisches Signal – ein Zeichen dafür, dass sich die Beziehung zwischen Israel und den Drusen auf dem Golan verändert.

Maher Khatar war 38 Jahre alt, ein erfahrener Reservist der IDF. Während eines Einsatzes im Südlibanon versuchte er, einem feststeckenden Panzer zu helfen, als sein Bulldozer unter Beschuss der Hisbollah geriet. Dabei wurden er und sein Kamerad Or Demry (20) tödlich getroffen.

Die Bilder von seiner Beerdigung zeigen Tausende Menschen, die durch die Straßen von Majdal Shams ziehen – ein Dorf, das jahrzehntelang in einer Art politischer Grauzone existierte. Khatar galt dort vielen als Vorbild: ein Familienvater, der trotz der komplizierten politischen Realität seiner Heimat in der IDF diente. Seine Geschichte steht für eine Generation junger Drusen vom Golan, die zunehmend ihren Platz zwischen syrischer Herkunft und israelischer Gegenwart suchen.

Drusen der Golanhöhen dienten bislang kaum in der IDF

Für Familie und Nachbarn ist sein Tod jedoch vor allem eins: persönlich. Seine Witwe Yasmina Khatar beschreibt in der israelischen Nachrichtenseite Ynet, dass sie die Gefahr gekannt habe. »Wir wussten immer, dass es gefährlich........

© Juedische Allgemeine