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Waschgefäß ohne Geschichte

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27. Oktober 2026 – 16. Cheschwan 5787

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Waschgefäß ohne Geschichte

Waschgefäß ohne Geschichte

Das Jüdische Historische Institut in Warschau zeigt Exponate aus dem ehemaligen Berliner Jüdischen Museum – ohne klare Verweise und mit auffälliger Distanzierung

Im August 2011 machte sich ein kupfernes Waschgefäß aus dem Jahr 1823 von Warschau auf den Weg nach Berlin in die Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum. Nach langwieriger Kleinarbeit und Diplomatie hatte Hermann Simon, der frühere Direktor des Centrums, es aus dem Depot des Warschauer Jüdischen Historischen Instituts ausleihen können.

Es stammte ursprünglich aus der Alten Synagoge in der Heidereutergasse in Berlin und gehörte bis 1938 zur Sammlung des Berliner Jüdischen Museums. Nach dessen gewaltsamer Schließung wurde es abmontiert. In den Ausstellungsräumen des Museums neben der Neuen Synagoge waren 2011 die notdürftig verputzten Befestigungsstellen des Waschgefäßes noch deutlich zu erkennen.

Was über die verschlungenen Wege des Novemberpogroms 1938, der Schoa und des schmerzvollen Neuanfangs jüdischen Lebens nach 1945 ins Nachkriegspolen und schließlich 1951 nach Warschau gelangte, waren auch unzählige weitere Exponate des bedeutenden Berliner Jüdischen Museums, dem nach seiner Eröffnung im Januar 1933 – tragischerweise eine Woche vor Hitlers Machtergreifung – nur wenige Jahre vergönnt gewesen waren.

Befremdlich ist die auffällige Distanz

Dem Museum und seinen Beständen, wenn auch nur dem allerdings umfangreichen Teil der Bilder, Zeichnungen und Gemälde, ist nun eine Ausstellung im Jüdischen Historischen Institut in Warschau gewidmet. Befremdlich ist die auffällige Distanz, die die Ausstellungsmacher dabei offensichtlich zur heutigen Berliner Jüdischen Gemeinde gehalten haben. Wüsste man es nicht besser, könnte die Ausstellung auch........

© Juedische Allgemeine