Tora als Zeichen der Hoffnung
19. Oktober 2026 – 8. Cheschwan 5787
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Tora als Zeichen der Hoffnung
Tora als Zeichen der Hoffnung
Die Kultusgemeinde lässt eine historische gerettete Rolle restaurieren. Demnächst wird sie im Landtag vollendet
»Es gab Menschen, die mutig genug waren, sie zu retten.« Wenn Rabbiner Moshe Flomenmann gefragt wird, was er an einer mehr als 200 Jahre alten Torarolle und ihrer Geschichte besonders schätzt, kommt seine Antwort prompt. Für ihn sei sie mehr als eine historische Schriftrolle, sondern ein Symbol für Mut, Erinnerung und Hoffnung. Der 44-Jährige ist nicht nur Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach, sondern auch Landesrabbiner der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden (IRG) und Polizeirabbiner von Baden-Württemberg.
Nach überlieferten Berichten sei die Sefer Tora noch vor den Novemberpogromen von 1938 in Sicherheit gebracht worden. Vermutlich überdauerte sie die Schoa auf einem Dachboden. Nun soll sie am 9. November im Stuttgarter Landtag vollendet werden.
Für den Rabbiner ist das mehr als ein religiöser Festakt, es ist auch ein gesellschaftliches Zeichen: »Während die Nazis jüdisches Leben in Deutschland auslöschen wollten, wird heute im Parlament eines demokratischen Staates eine neue Torarolle vollendet.« Das mache deutlich, dass jüdische Geschichte nicht mit der Schoa endet, sondern jüdisches Leben auch heute selbstbewusst........
