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Tanzen, trotz allem

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30.04.2026

30. April 2026 – 13. Ijar 5786

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Der Israeltag am Wittenbergplatz setzte ein Zeichen der Solidarität, der Lebensfreude – aber auch der Sorge

Schon von Weitem – der Wittenbergplatz ist noch nicht in Sicht – sind seine Worte zu hören: »Am Israel Chai«, ruft Rabbiner Yehuda Teichtal von der Jüdischen Chabad Gemeinde Berlin von der Bühne ins Mikrofon. Viele Besucher des Israeltages erwidern seinen Ruf.

Am Freitagnachmittag wird es eng auf dem Wittenbergplatz. Mehrere Hundert Menschen strömen über den Platz und machen es sich auf den Bänken gemütlich. Die Stimmung ist heiter, es wird gelacht und geredet – auch wenn es bei der Lautstärke mitunter schwerfällt, alles zu verstehen. Wie jedes Jahr lädt die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin-Brandenburg (DIG) dazu ein, gemeinsam Israel zu feiern. Ziel sei es, gerade in diesen schwierigen Zeiten ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen und den Berlinerinnen und Berlinern die Möglichkeit zu geben, Israel und seine Kultur besser kennenzulernen, heißt es in einer Erklärung. Außerdem gehe es um ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus in Deutschland.

Am Ende seiner Rede beginnt Rabbiner Teichtal zu tanzen. »Ich kann leider nicht tanzen«, bedauert Andreas Büttner lächelnd. Der Antisemitismusbeauftragte Brandenburgs stellt fest: »Wir sind nicht neutral, wir stehen klar an der Seite Israels.« Der Schutz jüdischen Lebens sollte auch ins Grundgesetz aufgenommen werden, fordert er.

Boris Rosenthal sorgt mit seiner Band für musikalische Unterhaltung

Dann betritt Boris Rosenthal mit seiner Band die Bühne und sorgt für musikalische Unterhaltung. In einer Pause ist Zeit für einen Rundgang: Es duftet nach frischen Kräutern und Gewürzen, die Mitarbeiter des Restaurants Feinberg sind bereits fleißig. Der Verein »WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen« stellt sich vor, ebenso das Kunstatelier Omanut, das Jüdische Gymnasium Moses Mendelssohn gemeinsam mit der........

© Juedische Allgemeine