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Sieben Jahre Prada

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22.10.2026

22. Oktober 2026 – 11. Cheschwan 5787

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Diane Bouccara erlebte als Managerin die Welt der Haute Couture bis zur Selbstaufgabe – ehe sie durch ihre Teschuwa zum orthodoxen Judentum fand

Der wohl berühmteste Satz aus dem Kultfilm Der Teufel trägt Prada stammt von Chefredakteurin Miranda Priestly und war an ihre stets beflissene Assistentin Andy Sachs gerichtet: »That’s all.« Was so viel heißen sollte wie: Das war’s, du kannst abtreten. Eine ähnlich knappe Ansage bekam Modeassistentin Diane Bouccara 2019 von ihrem damaligen Arbeitgeber in Paris, dem Modehaus Prada, serviert. Diese betraf allerdings ihre unvorhergesehene Kündigung.

»Bis dahin war ich schon sieben Jahre bei Prada und habe mich in dieser Zeit von der kleinen Rezeptionistin bis zur Senior Press Attaché für das italienische Luxushaus hochgearbeitet«, erzählt Bouccara. Rund um die Uhr habe sie geschuftet, an Wochenenden wie an jüdischen Feiertagen. Und plötzlich stand sie da: »Ohne Job, ohne Gehalt, ohne Perspektive, in dieser Modewelt jemals wieder Fuß zu fassen – und das mitten in Paris«, berichtet Diane Bouccara. Rund 120 Frauen hörten ihr jüngst gespannt zu, als die Gastrednerin auf der Bühne ihre Lebensgeschichte erzählte.

Die 38-Jährige ist im Rahmen einer Veranstaltungsreihe für Frauen der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin auf dem Pears Jüdischen Campus erschienen. In ihrem Vortrag mit dem Titel »Zwischen Luxus und Lebenssinn« berichtet die Französin, wie sie hinter der schillernden Fassade der Modewelt schließlich zu ihrer Identität und Bestimmung als religiöse Jüdin fand.

Die Festhalle wurde geschmückt

Passend zum Thema wurde die Halle, die tagsüber als Turnhalle der jüdischen Schule dient, in einen eleganten Festsaal mit dezenter Beleuchtung verwandelt. »Ich freue mich sehr auf eine schöne Veranstaltung in guter Gesellschaft und auf das Treffen mit vielen jüdischen Frauen«, sagt die 38-jährige Violetta, die mit einigen Freundinnen trotz ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft nach Berlin gekommen ist. »Ich erhoffe mir spannende Fashion-Einblicke, es wird sicher ein inspirierender Abend«, ergänzt Romina, die ihrem Auftritt als Sängerin später am Abend entgegenfiebert.

Einige Frauen haben ihre Kleinkinder mitgebracht, die........

© Juedische Allgemeine