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Moja Mama!

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01.05.2026

01. Mai 2026 – 14. Ijar 5786

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Die jiddische Mamme ist Motiv in etlichen Witzen. Dabei ist sie ist so viel mehr. Eine Würdigung aus der Perspektive eines Sohnes

Ich sehe es vor mir wie in einem Film: Wir stehen 1999, kurz vor der Abreise, vor unserer Wohnung – in einem sowjetischen Flur, der Putz bröckelt von den Wänden. In zwei Koffern steckt ein ganzes Leben. Und doch: Als ich meine Mutter ansehe, weiß ich sofort – alles wird gut.Bald ist Muttertag. Oft wird behauptet, er sei eine Erfindung der Nationalsozialisten.

Tatsächlich erklärten diese den Tag zwar zum offiziellen Feiertag und instrumentalisierten ihn propagandistisch – doch erfunden haben sie ihn nicht. Seine moderne Form entstand in den Vereinigten Staaten. Die Dichterin und Frauenrechtlerin Julia Ward Howe forderte bereits 1870 einen »Muttertag des Friedens«. In Deutschland wurde der Muttertag erstmals 1923 begangen, initiiert aus kommerziellen Interessen vom »Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber«. Der Muttertag kann also weiter mit gutem Gewissen gefeiert werden. 

In der jüdischen Tradition findet sich kein solches Datum. Was aber nicht bedeutet, dass die Mutter keine zentrale Rolle in unserer Kultur spielen würde. Im Gegenteil! Die »jiddische Mamme« kommt dauernd in jüdischen Witzen vor: »Was ist der Unterschied zwischen einem Terroristen und einer jiddischen Mamme? Mit dem Terroristen kann man verhandeln.«

Sie ist allerdings weit mehr als ein humoristisches Motiv. Ohne Mamme keine jüdische Kultur, keine jüdische Religion – kein jüdisches Volk. In Theaterstücken, in Romanen, in Anekdoten, in Hollywood-Filmen und im jüdischen Stand-up taucht die jüdische Mutter gefühlt häufiger auf als die Figur des Rabbiners. Und nicht selten, seien wir ehrlich, nimmt sie in der Familie auch die Rolle des Rabbiners ein.

Die jiddische Mamme spricht dabei längst nicht mehr nur Jiddisch: Man findet sie in........

© Juedische Allgemeine