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Krieg auf Eis gelegt

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11.06.2026

11. Juni 2026 – 26. Siwan 5786

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Die direkte Konfrontation zwischen Israel und dem Mullah-Regime ist gestoppt. Doch die Spannungen in der Region bleiben unverändert hoch

Nach zwei Monaten des fragilen Waffenstillstands geriet die Konfrontation zwischen Israel und dem Iran innerhalb weniger Stunden erneut außer Kontrolle. Auslöser war ein israelischer Luftangriff auf Ziele der Hisbollah in Dahiyeh, dem schiitischen Vorort Beiruts und zugleich Machtzentrum der vom Iran unterstützten Terrororganisation. Israel wollte deutlich machen, dass die anhaltenden Raketen- und Drohnenangriffe auf den Norden Israels nicht unbeantwortet bleiben.

Doch diesmal blieb die Reaktion nicht auf den Libanon beschränkt. Am Sonntagabend heulten im Norden Israels erneut die Sirenen. Gegen 22 Uhr feuerte der Iran rund zehn ballistische Raketen auf israelische Ortschaften ab. Wieder mussten die Menschen in Schutzräume rennen. Nach Angaben der israelischen Armee wurden sämtliche Raketen abgefangen oder schlugen in unbewohnten Gebieten ein. Außer einer älteren Frau, die auf dem Weg zu einem Bunker verunglückte, gab es keine Verletzten.

Teheran erklärte, es sei eine Vergeltungsmaßnahme für den israelischen Schlag gegen die Hisbollah in Beirut gewesen.

Dennoch war die politische Botschaft eindeutig: Erstmals seit dem Waffenstillstand vom April griff der Iran Israel wieder direkt an. Teheran erklärte, es sei eine Vergeltungsmaßnahme für den israelischen Schlag gegen die Hisbollah in Beirut gewesen. Israelische Sicherheitsexperten sehen darin die eigentliche strategische Veränderung: Jahrelang hatte Israel versucht, die Konflikte in Gaza, Libanon, Syrien und Iran voneinander zu trennen. Teheran will sie zusammenführen. Die Botschaft lautet jetzt: Wer die Hisbollah in Beirut angreift, muss künftig mit einer direkten Antwort aus dem Iran rechnen.

Israel will den permanenten Beschuss seiner Bürger nicht länger hinnehmen.

Israel will den permanenten Beschuss seiner Bürger nicht länger hinnehmen.

Die regierungsnahe Tageszeitung »Isra­el Hayom« sprach von einer »gefährlichen strategischen Falle«. Der Iran habe eine neue Abschreckungsformel geschaffen. Militärschläge gegen die Hisbollah könnten künftig Raketen aus Iran und möglicherweise auch Attacken der Huthi-Miliz im Jemen nach sich ziehen. Der erste Angriff auf das Zentrum Israels geschah dann auch am Montagmorgen, und........

© Juedische Allgemeine