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Das Grauen sehen

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18.10.2026

18. Oktober 2026 – 7. Cheschwan 5787

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Bei der Premiere eines Films über die Familie Bibas und das Hamas-Massaker vom 7. Oktober sprechen die Regisseurin und ein Psychologe über das Verbrechen und die Wirkung der Aufnahmen

Später, beinahe am Ende dieses langen, wichtigen Abends, wird der Psychologe Louis Lewitan einen Gedanken formulieren, der den Kern dieses Films berührt. »Ich hatte den Impuls, zu mir zu sagen: Schau weg!«, fasst er zusammen. »Das ist zu lang.« Doch was bedeute es schon, wenn eine Szene »zu lang« sei, fragt er gleich darauf. Schließlich sehen wir in diesen 90 Minuten nur die brutalen Aufnahmen aus dem Kibbuz Nir Oz – die Männer, Frauen und Kinder dort mussten sie am 7. Oktober 2023 erleiden.

380 Menschen lebten im Ort, als die Hamas angriff. Die Terroristen zerstörten ein Drittel der Häuser, zündeten sie an. Sie töteten etwa 40 Einwohner und nahmen weitere 40 als Geiseln. Darunter drei Generationen der Familie Bibas-Silberman. Großvater José Luis Silberman, der aus Argentinien stammte, und seine Frau Margit Shneider, eine Peruanerin, wurden verbrannt. Ihre Tochter Shiri, die auch Deutsche war, und deren Jungs, der neun Monate alte Kfir sowie sein vierjähriger Bruder Ariel, wurden nach Gaza entführt und ermordet. Vater Yarden, der glaubte, wenn er sich opfere, werde seine Familie verschont, überlebte die Geiselhaft und wurde nach 484 Tagen freigelassen.

Der Film nutzt Material, das die Terroristen von ihren Morden aufgezeichnet haben.

Der Film nutzt Material, das die Terroristen von ihren Morden aufgezeichnet haben.

Ja, es ist ein herausfordernder Film, der da im Hubert-Burda-Saal der Israelitischen Kultusgemeinde seine München-Premiere hat. Wer jünger als 18 ist, erhält keinen Zutritt. »Diese Dokumentation enthält brutale Bilder. Weil der Hamas-Angriff brutal war«, ist zu Beginn auf der Leinwand zu lesen.

Bibas. Ermordet, weil sie Juden waren, nutzt Material, das die Terroristen mit Smartphones und Bodycams von ihren Morden aufgezeichnet haben. »Um den Angriff zu rekonstruieren«, erklärte der........

© Juedische Allgemeine