Auf der Zielgeraden
23. Oktober 2026 – 12. Cheschwan 5787
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Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien
Generalstabschef Eyal Zamir hat die Armee in höchste Alarmbereitschaft versetzt und plant, den Urlaub für Soldaten am Wahltag zu streichen. Es gäbe keine konkrete Warnung, doch diese Entscheidung werde »als Maßnahme zur Gewährleistung von Einsatzbereitschaft und Wachsamkeit angesichts der Sensibilität der aktuellen Lage« geprüft. Im Zuge der »laufenden Lagebeurteilung in allen Kampfgebieten« sei ein Alarmbefehl erlassen worden, der zusätzliche Bodentruppen in Bereitschaft versetzt, hieß es in einer offiziellen Erklärung der Armee. In Israel gelten Tage, an denen Kommunal- oder landesweite Wahlen stattfinden, als gesetzliche Feiertage, um die Wahlbeteiligung zu fördern. Vor dem Hintergrund des Krieges an mehreren Fronten hat das Militär eine jahrzehntelange Praxis ausgesetzt, bei der große Teile der Armee gleichzeitig Urlaub nahmen, wie es üblicherweise an Feiertagen der Fall war.
Neun Tage vor der Wahl äußerte er sich doch: Donald Trump hat sich für die Wiederwahl von Benjamin Netanjahu ausgesprochen. Jeder andere Kandidat sei die »falsche« Wahl und würde dazu führen, dass die Vereinigten Staaten im Kampf gegen den Iran allein dastünden, so der US-Präsident. »Bibi Netanjahu wird euch niemals enttäuschen!«, schrieb Trump auf seiner Plattform »Truth Social«. Die Unterstützung aus dem Weißen Haus erfolgte, nachdem Trump kurz zuvor geäußert hatte, »nicht einmal darüber nachgedacht« zu haben, einen Kandidaten zu unterstützen. Grund waren wohl Meinungsverschiedenheiten mit Netanjahu in den vergangenen Monaten. Der Likud und seine Verbündeten stellten die Empfehlung demonstrativ zur Schau, während die Gegner des Regierungschefs erklärten, sie respektierten zwar Trump, doch die Israelis würden ihre Führung selbst wählen.
Er hat das Rennen verlassen. Nur acht Tage vor der Wahl gab Benny Gantz seinen Rückzug bekannt. In Umfragen hatte seine Zentrumspartei Blau-Weiß es nie über die Hürde geschafft, die zum Einzug in die Knesset genommen werden muss. Die liegt bei 3,25 Prozent. »Dies ist die einzige Möglichkeit, ein weiteres Desaster zu verhindern«, begründete er seine Entscheidung. Aber er wolle weiterhin von der Seitenlinie aus für die Einheit Israels kämpfen. Vorsitzende von Oppositionsparteien lobten den »richtigen und verantwortungsvollen Entschluss, da die Stimmen für den Wandel in Israels bedeutungsvollster Wahl seit Staatsgründung sonst verloren« wären. Gadi Eizenkot von Jaschar dankte Gantz ausdrücklich für seinen langjährigen Dienst für die Sicherheit des Landes und äußerte sich zuversichtlich, dass er auch weiterhin Gutes für die israelische Gesellschaft tun werde.
Die arabische Partei Ra’am beschuldigt rechte Aktivisten, eine fingierte Wahlkampagne inszeniert........
