Ruin und Rausch - Schau zeigt Berlin-Leben der 1910er und 20er Jahre
24. April 2026 – 7. Ijar 5786
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Ruin und Rausch - Schau zeigt Berlin-Leben der 1910er und 20er Jahre
Glamour, Armut, Aufbruch: Die Neue Nationalgalerie Berlin zeigt mit »Ruin und Rausch«, wie Berlin in den 1910er und 20ern zwischen Glanz und Absturz, Chaos und Ekstase lebte. Was das »Babylon Berlin«-Lebensgefühl prägte
Das quirlige Nebeneinander teils krasser Gegensätze gehört zur DNA der Metropole Berlin. Doch fast wirkt die Gegenwart zahm im Vergleich zu den wilden Aufbrüchen Berlins in den 1910er und 1920er Jahren. Die Erfolgsserie »Babylon Berlin« hat das besondere Lebensgefühl jener Zeit zwischen exzessivem Glamour und bitterem Elend eingefangen. Gleiches thematisiert die Sonderausstellung »Ruin und Rausch« ab Samstag in der Neuen Nationalgalerie Berlin mit Werken der Klassischen Moderne.
Der Besucher sieht sich als Erstes Ernst Ludwig Kirchners großformatigem Gemälde »Potsdamer Platz« gegenüber. Es gilt als Ikone des deutschen Großstadt-Expressionismus. Zwei überlange, elegant gekleidete Frauen stehen auf einer schmalen Verkehrsinsel, isoliert und unnahbar, mit maskenhaften Gesichtern. »Das Bild setzte bereits 1914 das zerrissene Lebensgefühl der Zeit ins Bild - Flüchtigkeit, Käuflichkeit und Einsamkeit vor Großstadtkulisse«, erläutert Kuratorin Irina Hiebert Grun.
Dynamik der explodierenden Metropole
Das erste von drei Ausstellungskapiteln widmet sich der Dynamik der wachsenden Metropole mit internationaler Strahlkraft. Mit der Gründung von Groß-Berlin 1920 war die Stadt plötzlich eine Metropole mit rund vier Millionen Einwohnern und nach New York und London die drittgrößte Stadt der Welt.
Neue Fortbewegungsmittel wie Straßenbahnen, U-Bahnen und........
