Judenhass ist „alltagsprägend“ - auch in Baden-Württemberg
13. Juli 2026 – 28. Tamus 5786
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Judenhass ist »alltagsprägend« - auch in Baden-Württemberg
Antisemitische Vorfälle in Baden-Württemberg wurden 2025 erstmals systematisch ausgewertet. 335 wurden registriert. Es gab sie im Alltag von Jüdinnen und Juden wie in Sozialen Medien - und sogar im Bildungssektor
Baden-Württembergs neuer Sozialminister Oliver Hildenbrand (Grüne) zeigt sich alarmiert: »Antisemitismus gehört leider auch hier bei uns in Baden-Württemberg zum Alltag.« Es sei beschämend, »dass eine Kippa auf dem Kopf, ein Davidstern um den Hals oder eine Israelfahne in der Hand zur Gefahr werden können«, sagte er am Montag in Stuttgart. Der Minister kam zur Vorstellung des Jahresberichts der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) Baden-Württemberg.
Der Bericht zeige, dass sowohl Jüdinnen und Juden als auch Kritiker von Antisemitismus regelmäßig angefeindet würden, sagte Hildenbrand. Demnach hat es im vergangenen Jahr im Schnitt fast an jedem Tag einen judenfeindlichen Vorfall gegeben - wobei dies nur die registrierten Fälle sind. Die neue Meldestelle, die im Januar 2025 ihre Arbeit aufnahm, dokumentierte insgesamt 335 antisemitische Vorfälle.
Spitze des Eisbergs ragt aus Dunkelfeld
Aus allen Regierungsbezirken, aus Städten wie ländlichen Regionen wurden demnach judenfeindliche Vorfälle gemeldet, vor allem aus dem Alltagsleben. Robert Ogman, Projektleiter von Rias Baden-Württemberg, sprach von der »Spitze des Eisbergs«. Es sei von einem »großen Dunkelfeld« auszugehen.
Benjamin Steinitz, der Geschäftsführer des Bundesverbands Rias, sagte: »Antisemitismus prägt auch in Baden-Württemberg in bedrückender Weise den Alltag von Jüdinnen und Juden.« Judenhass drohe sich »in unserer Gesellschaft zu........
