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Iran-Krieg treibt Inflation auf höchsten Stand seit 2024

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30.03.2026

30. März 2026 – 12. Nissan 5786

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Iran-Krieg treibt Inflation auf höchsten Stand seit 2024

Teurer Sprit, steigende Preise für Strom und Gas: Die Kämpfe im Nahen Osten haben schon im ersten Kriegsmonat die Verbraucherpreise angeheizt. Bald könnten auch andere Warengruppen betroffen sein

Der Iran-Krieg mit dem Ölpreisschock hat die Verbraucherpreise in Deutschland auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren getrieben. Im März lag die Inflationsrate bei 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Daten mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Januar 2024, als 2,9 Prozent gemessen wurden. Im Februar hatte die Inflationsrate noch 1,9 Prozent betragen.

Der Iran-Krieg habe auf Verbraucherebene vor allem die Heizöl- und Kraftstoffpreise hochschnellen lassen, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt beim Vermögensverwalter HQ Trust. »Beim Bezug von Strom und Gas werden die Preise mit einer zeitlichen Verzögerung ansteigen.«

Im März verteuerte sich Energie sprunghaft: Hier zogen die Preise laut der Statistiker um 7,2 Prozent zum Vorjahresmonat an. Das sei der erste Anstieg bei Energie seit Dezember 2023. Bei Dienstleistungen, zu denen etwa Restaurantbesuche und Reisen zählen, stiegen die Preise um 3,2 Prozent. Lebensmittel waren 0,9 Prozent teuer als ein Jahr zuvor. Gemessen am Vormonat Februar stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 1,1 Prozent.

Ist das erst der Anfang?

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer warnt: »Der Anstieg der Inflation im März ist erst der Anfang. Die höheren Energiekosten werden sich in den kommenden Monaten durch die Wertschöpfungsketten fressen, sofern der Krieg nicht rasch endet.« 

Vor dem Iran-Krieg rechneten Ökonomen damit, dass die Teuerung in Deutschland dieses Jahr knapp über der Marke von zwei Prozent liegen werde. Das scheint schon nach dem ersten Kriegsmonat........

© Juedische Allgemeine