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Geschäftsmodell Hass - ARD zeigt Serie über gewaltbereite Hooligans im israelischen Fußball

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12.08.2026

12. August 2026 – 29. Aw 5786

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Geschäftsmodell Hass - ARD zeigt Serie über gewaltbereite Hooligans im israelischen Fußball

Die Dramaserie »Hooligans« blickt in den Abgrund rechtsextremer Fußballgewalt. Dass sie es ausgerechnet in Israel tut, macht den Achtteiler zur hochpolitischen Unterhaltung

Es gibt kaum eine Gruppe, die so sehr für gewaltbereite Sportskameraden steht, mit denen man sich besser nicht anlegt, wie Hooligans. Seitdem diese vor rund 50 Jahren damit begannen, Fußballstadien in Schlachtfelder zu verwandeln, dient der Begriff als Synonym für rücksichtslose Gewalt um der Gewalt willen. Wofür er - einer Legende zufolge ursprünglich der Name irischer Rowdys im 19. Jahrhundert - seltener steht: Staatspolitik und Baugewerbe.

Vordergründig suchen zwar auch die Titelfiguren der israelischen ARD-Serie »Hooligans« (ab Freitag, 14. August, in der ARD-Mediathek) vor allem den Kick ritualisierter Schlägereien mit Uniformierten aller Art. Schon früh allerdings zeigt die internationale Koproduktion (aus Deutschland unter Beteiligung von SWR, NDR und WDR), dass es den Ultras von Maccabi Jerusalem um mehr als ihren Lieblingsclub geht.

Hass als Businessmodell

Die »Wächter der Mauern« bezeichnen sich ja nicht nur offen als islamfeindlich, rechtsradikal und rassistisch. Ihr Anführer Ovad (Sean Softi) verbreitet auch deshalb Angst und Schrecken, um seiner Baufirma Aufträge zuzuschanzen. Hass als Businessmodell. Profitabel, aber hochriskant.

Zu Beginn des ersten der vorerst acht Teile prügeln verfeindete Fans den Mauerwächter krankenhausreif - bis ihm Meni (Ben Sultan) schlagkräftig zu Hilfe eilt. So gewinnt der wehrdienstleistende Getränkeverkäufer zwar Ovads Vertrauen. Doch weil er bei seiner Festnahme einen Polizisten ins Koma schubst, droht dem vorbestraften Soldaten........

© Juedische Allgemeine