Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden
21. Juli 2026 – 7. Aw 5786
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Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden
Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden
Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor
Das Dorf Sinntal-Sterbfritz im osthessischen Main-Kinzig-Kreis will eine Geschichtslücke schließen: Bisher erinnert kein Denkmal an die Bewohner, die in der NS-Zeit gewaltsam ums Leben kamen. »Wir Sterbfritzer haben einen erheblichen Nachholbedarf im Gedenken an unsere 90 im Zweiten Weltkrieg Gefallenen und die 32 im Holocaust ermordeten Mitbürger«, sagt der Ortsvorsteher und Vorsitzende des Dorfvereins, Willi Merx. Das Chronikteam des Dorfvereins habe im Auftrag des Ortsbeirats einen beispiellosen Entwurf geschaffen: Eine gemeinsame Erinnerungsstätte für die gefallenen Soldaten und die ermordeten Jüdinnen und Juden.
Das Chronikteam habe in vielen Archiven, auch im Ausland, Lebensläufe recherchiert und mit Angehörigen gesprochen, erklärt Merx. »Wir wollen darstellen, dass über Jahrhunderte eine friedliche Gemeinschaft von jüdischen und christlichen Bürgerinnen und Bürgern das Leben im Dorf gemeinsam gestaltet haben.« Mehrere frühere jüdische Mitbürger hätten in ihren Lebenserinnerungen von einem guten nachbarschaftlichen Miteinander berichtet. »Die NS-Zeit hat durch Ausgrenzung, Hass und Hetze zu Vernichtung und Leid geführt und die Gemeinschaft zerstört.«
Künftiges Gedenken an alle Opfer des Krieges
Auch die gefallenen Soldaten des Ortes mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren seien Opfer der Hitler-Diktatur gewesen, sagt Merx. Manche von ihnen hätten den Krieg abgelehnt. Er zitiert aus........
