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Doku zeigt das Leben arabischer Transpersonen in Israel

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17.06.2026

17. Juni 2026 – 2. Tamus 5786

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Doku zeigt das Leben arabischer Transpersonen in Israel

Eine Arte-Dokumentation porträtiert Transpersonen aus Gaza, die im Exil in Tel Aviv den Traum ihrer sexuellen Selbstbestimmung zu verwirklichen versuchen

Sie beten zu Allah, gehen auf den Strich und werden von ihren Landsleuten nicht selten fast totgeprügelt. Eine Arte-Dokumentation in der Nacht zum Samstag porträtiert transsexuelle Araber, die vor Diskriminierung aus Gaza flüchteten, um sich in Tel Aviv ihren Traum eines selbstbestimmten Lebens zu erfüllen.

Über eine dieser Personen wird erzählt, sie sei als Junge zu Fuß aus Gaza nach Tel Aviv gekommen, um dort eine Frau zu werden, zur »Schönen aus Gaza«. Diese Urban Legend, die transsexuelle Version einer Geschichte aus Tausendundeiner Nacht, benutzt Yolande Zauberman als Aufhänger. Nach den Dokumentarfilmen »Would you have sex with an Arab?« (2011) und »M« (2018) bildet »La Belle de Gaza« (so der Originaltitel) den Abschluss einer Trilogie.

Dabei taucht die Regisseurin tief ins Nachtleben Israels ein. Die französische Filmemacherin, Tochter jüdisch-polnischer Einwanderer, realisierte ihren neuen Film im Rotlichtviertel in Tel Aviv. Hier trifft sie ausschließlich Transpersonen, die vom Mann zur Frau wurden, und die sich prostituieren. Beim Zusehen mutet das an wie in einem frühen Film von Pedro Almodóvar.

Die in halbdunklen Straßenecken entstandenen, schummrigen Bilder dokumentieren eine Oase der Sicherheit im Nahen Osten, in der sich Menschen mit abweichender sexueller Orientierung vor Verfolgung einigermaßen sicher fühlen können.

Gewalt von Landsleuten

Der Film entstand noch vor dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. In einigen Gesprächen, die Yolande Zauberman mit Transpersonen führt, ist jener Konflikt, der zum schlimmsten Massenmord an Juden seit dem Holocaust führte, jedoch bereits spürbar. So........

© Juedische Allgemeine