„Hiddensee“ - Ein Inselparadies, nicht frei von Widersprüchen
18. August 2026 – 5. Elul 5786
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»Hiddensee« - Ein Inselparadies, nicht frei von Widersprüchen
Punk am Strand, Kunst und Politik im Laufe der Zeit - eine Doku über die Ostseeinsel Hiddensee und ihre wechselvolle Geschichte
Die kleine Insel Hiddensee liegt westlich ihres großen Nachbarn Rügen in der Ostsee. Hier ticken die Uhren anders. Auf dem 17 Kilometer langen und an seiner schmalsten Stelle nur 250 Meter breiten Eiland herrscht Ruhe. Es gibt keinen privaten Autoverkehr, dafür Fahrräder und Pferdekutschen. Man erreicht die Insel nur mit der Fähre. Das macht sie zu einem perfekten Refugium.
Als die Dokumentaristin Annekatrin Hendel vor einigen Jahren von einer anhaltenden Fehde zweier Einwohner auf Hiddensee erfuhr, beschloss sie, das kleine Stück Land in der Ostsee nach vielen Jahren der Abwesenheit wieder zu besuchen.
Für Hendel, viele Teenager, Außenseiter und Künstler war Hiddensee viele Jahrzehnte lang ein Ort der Unbeschwertheit und Freiheit. Die Insel im Norden der DDR lag geografisch nah und ideologisch oft doch so erfrischend fern. Mit etwas Trickserei konnte man dort für eine Weile stranden. Allerdings mussten Besucher wegen der strengen Urlaubsformalitäten auf der Insel und weil das Eiland Grenzgebiet war, ein Quartier nachweisen. So drängelten sich auf dem Papier schon mal über 20 junge Menschen bei einer Einheimischen, die eigentlich nur ihre Enkelin beherbergen wollte.
Die DDR-Grenzer konnte man trotzdem austricksen - mit aus jugendlichem Übermut veranstalteten Fotoshootings oder wilden Konzerten. Aljoscha Rompe, der Sänger der Ostberliner Anarcho-Punkband »Feeling B«, hatte auf Hiddensee ein Haus und ist dort auch begraben. Rompe und seine damaligen........
