Test für den Pakt
07. Oktober 2026 – 26. Tischri 5787
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Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?
Der Konflikt zwischen den jemenitischen Huthi und Saudi-Arabien ist in den vergangenen Wochen eskaliert. Die vom Iran unterstützte Miliz hat ihre Angriffe mit Drohnen und ballistischen Raketen auf strategische und zivile Ziele im saudi-arabischen Staatsgebiet intensiviert. Die Huthi attackierten wiederholt Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Aramco und eine wichtige Ost-West-Pipeline. Sogar die saudische Hauptstadt Riad kam im September unter Beschuss.
Hätte all dies nicht ein Fall für den neuen trilateralen Verteidigungspakt sein müssen, den Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif Anfang August in Mekka unterzeichnet haben? Demnach gilt ein Angriff auf eines der drei Länder fortan als Angriff auf alle. Der Vertrag sieht Technologietransfer, Geheimdienstkooperation, Luftabwehr, gemeinsame Übungen und den Ausbau der Rüstungsindustrie vor. Der Vertragstext bleibt jedoch unveröffentlicht, und auch die Entscheidungsmechanismen sowie der Umfang der Hilfe liegen im Dunkeln.
Vergleich mit der NATO trägt nicht weit
Ein Vergleich mit der NATO trägt nicht weit. Laut dem türkischen Außenminister Hakan Fidan würden die drei Staaten im Ernstfall zunächst beraten, welche Unterstützung angemessen ist – militärische Hilfe eingeschlossen –, es gibt jedoch keinen Automatismus. Ein ständiges Sekretariat und ein Ministerkomitee sollen dem Pakt erst noch Substanz geben.
Trotzdem ist er kein Papiertiger, wie die iranische Presse kommentierte. Die Türkei bringt eine der größten NATO-Armeen und eine aktive Rüstungsindustrie ein, Pakistan Kampferfahrung und die einzige Atombombe der islamischen Welt und Saudi-Arabien wirtschaftliches Gewicht und religiöse Autorität als Hüter Mekkas und Medinas.
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