Rosch Haschana für Anfänger
11. September 2026 – 29. Elul 5786
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Rosch Haschana für Anfänger
Rosch Haschana für Anfänger
Vom Lichterzünden bis zum Taschlich: eine kleine Einführung für weniger erfahrene Synagogenbesucher
Die »Ehrfurcht gebietenden Tage« von Rosch Haschana und Jom Kippur können ziemlich einschüchternd sein, und zwar nicht allein wegen der Gerichtsvorstellung dieser Zeit, sondern auch wegen der Komplexität von Ideen und Ritualen, die mit diesen Tagen verbunden sind.
Wer nicht jahrelange Synagogenroutine hat, kann sich leicht verloren vorkommen in den vielen thematischen Strängen, die diese Feiertage zu einer dichten Textur verknüpfen. Das fängt schon mit der Frage an, warum der Jahresbeginn in den siebten Monat fällt und nicht in den ersten.
kalenderordnung Aber warum auch sollten eine Religion und eine Lebenskultur, die seit Jahrtausenden gewachsen sind und in sich viele verschiedene Einflüsse aufgenommen haben, eindimensionale Antworten geben? Nach der Kalenderordnung der Tora gilt als der erste Monat der Frühlingsmonat (Nissan), in dem wir zu Pessach des Auszugs aus Ägypten gedenken.
Die Zählung der Jahre hingegen beginnt im Tischri, dem siebten Monat – und diese Praxis ist, wie die Monatsnamen, ein Mitbringsel aus dem Exil in Babylonien, wo der Jahreswechsel im Herbst begangen wurde. Nach einer talmudischen Überlieferung erschuf Gott die Welt im Tischri, die Jahreszahl 5784 verweist auf den Akt der Schöpfung und somit den Beginn allen Lebens.
Rosch Haschana ist ein sehr sinnliches Fest. Sein Geschmack ist der von Apfel mit Honig, sein Klang der des Schofars, seine Farbe ist das Weiß, in das die Synagogen und die Beter gekleidet sind. Und das jüdische Neujahrsfest ist eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen der Festlichkeit und fröhlichen Süße des........
