Maxim Biller und die Barbaren
07. Oktober 2026 – 26. Tischri 5787
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Maxim Biller und die Barbaren
In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«
Es war kurz nach dem 7. Oktober, im Herbst 2023. Der Schriftsteller Maxim Biller stieß in einer Buchhandlung auf einen Reportage- und Essayband, dessen Cover ihn derart anzog, dass er das Buch sofort kaufte. Es war Das weiße Album von Joan Didion. Die amerikanische Journalistin und Schriftstellerin erzählt darin »von Politik, von Gesellschaft eher auf eine assoziative Art«, wie Biller kürzlich in einem Interview sagte. »Das wollte ich auch können und fing sofort an zu schreiben und konnte nicht mehr aufhören, bis ich fertig war. Ein Jahr lang.«
Und so entstand Billers neuestes Buch Schwarze Samstage, dem er den Untertitel »Roman eines Jahres« gab. Ein dunkles Buch, voller Schmerz und Trauer. Wie Didion in ihrem »Weißen Album« erzählt auch Biller keine zusammenhängende Geschichte, sondern setzt einzelne Ereignisse, Menschen und Szenen wie ein Mosaik nebeneinander. Während Didion beschreibt, wie vertraute Ordnungen ins Wanken gerieten, berichtet Biller davon, wie am 7. Oktober und in den Monaten danach eine Welt zerbrach.Ari, der Held des Romans, ist ein in Prag geborener, seit Jahren in Berlin-Prenzlauer Berg lebender Schriftsteller und Journalist – Maxim Billers Alter Ego. So wie die meisten Juden weltweit lässt auch ihn das Massaker nicht mehr los, das bewaffnete Hamas-Terroristen und Hunderte palästinensischer Zivilisten aus dem Gazastreifen am 7. Oktober 2023 verübten. Ari ist sich gewiss, dass man auch noch in 500 Jahren darüber sprechen wird, »wie an diesem Tag, im Monat Tischri 5784, eine erregte, gesetzlose Menge – Alte, Junge, Männer in Tarnanzügen, Schwache und Starke – versucht hat, das ganze israelische Volk und mit ihm alle Juden zu vernichten, und sich für den Anfang mit zwölfhundert ihrer verstümmelten, verbrannten, geschändeten Leichen zufriedengeben musste«.
Ein Nichtjude, der keinen »Judenknacks« hat,........
