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Die Folgen des Hasses

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27.08.2026

27. August 2026 – 14. Elul 5786

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Die Folgen des Hasses

Was unsere Weisen über die Konsequenzen aus Feindschaft und Groll lehrten

»Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.« Das klingt nach einem Satz eines talmudischen Weisen – doch er stammt von Meister Yoda (Episode I der Star Wars-Reihe).

George Lucas war in seinem Drehbuch aber nahe an der talmudischen Idee. Dort ist die Kette der Ereignisse sogar noch drastischer. Denn im Traktat Joma (9b) wird die Frage gestellt, warum der Erste Tempel zerstört wurde. Die Antwort lautet: wegen dreier schwerer Sünden – Götzendienst, Unzucht, Blutvergießen. Und der Zweite Tempel? Wegen grundlosen Hasses. »Dies lehrt dich, dass grundloser Hass die drei Sünden, Götzendienst, Unzucht und Blutvergießen, aufwiege.«

Schon in der Tora heißt es: »Du sollst deinen Bruder nicht in deinem Herzen hassen« (3. Buch Mose 19,17). Doch warum sollen wir uns dieses starke Gefühl nicht leisten?

Nachmanides, der Ramban (1194–1270), weist in seinem Kommentar auf etwas Entscheidendes hin: Hass ist feige. »Weil es die Art der Hassenden ist, ihren Hass im Herzen zu verbergen.« Man lächelt, grüßt, schweigt, während die Verachtung im Innern wächst. Deshalb spricht die Tora ausdrücklich vom »Hass im Herzen«. Sie hat die verborgene Variante im Blick. Das stille Vergiften, das auch dem modernen Menschen nicht ganz unbekannt ist.

Was aber ist mit »offenem Hass«, der sich........

© Juedische Allgemeine