menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

24 0
yesterday

22. September 2026 – 11. Tischri 5787

AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service

AboAngebote PrintAngebote E-PaperAbo-Service

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

Frau Jaffe, Sie sind Soziologin, haben einen Master in »Public und Nonprofit Studien« und arbeiten viel im humanitären und gemeinnützigen Bereich. Nun sind Sie die neue Geschäftsführerin von Hillel, der nach eigenen Angaben weltweit größten jüdischen Studierendenorganisation. Wie sah Ihr Start aus?Es gibt viel zu tun und viel zu lernen. Ich bin seit 2016 bei Hillel aktiv, zunächst ehrenamtlich, weshalb mir vieles nicht neu war. Aber es ist schon ein Unterschied, jetzt als Geschäftsführerin zu agieren, das Team auf einer ganz anderen Ebene kennenzulernen und zu verstehen, was seine Bedürfnisse, Wünsche und Visionen sind.

Welche Art von Visionen?Rebecca Blady und Jeremy Borovitz, die Gründer von Hillel Deutschland, hatten natürlich sehr viele Visionen. Sie wollten und wollen immer noch einen Raum für junge jüdische Menschen in Deutschland schaffen. Wir sind offen für Jüdinnen und Juden aller Denominationen – egal, ob liberal, orthodox oder säkular, jeder ist bei uns willkommen. Außerdem geben wir uns große Mühe, den Einstieg in die Welt der jüdischen Kultur und Tradition auch Anfängern so einfach wie möglich zu machen. Das finde ich sehr inspirierend, und das ist auch einer der Gründe, warum ich ins Board gekommen bin. Wichtig ist uns, bei der Bildung einer jungen jüdischen Generation mitzuwirken, die sich selbstbewusst für ein plurales Judentum in diesem Land engagiert.

Wie groß sind die Fußspuren von Rebecca und Jeremy?Sie haben Großartiges geleistet. Die Organisation ist nur deshalb so groß geworden, weil sie unglaublich viel Mühe, Energie und Liebe investiert haben. Ich stehe ebenfalls hinter ihrer Vision einer Gemeinschaft, in der sich Menschen willkommen und zugehörig fühlen. Gleichzeitig möchte ich Kontinuität schaffen, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Gefühl haben, dass Hillel nicht neu erfunden wird. Ich möchte aber einige Themen und Schwerpunkte weiter intensivieren, zum Beispiel Demokratiebildung. Gerade in der heutigen Zeit halte ich es für wichtiger denn je, die Verbindung zwischen Demokratie, demokratischen Werten und jüdischen Werten stärker hervorzuheben.

Gibt es........

© Juedische Allgemeine