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Die Märkte wollen von Trump ein schnelles Kriegsende im Iran

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04.03.2026

Glaubt man Donald Trump, verläuft der Krieg gegen den Iran nach Plan. Nur weiß niemand, was der Plan des US-Präsidenten wirklich ist. Die sich fast täglich ändernden Kriegsziele wecken vor allem an den Finanzmärkten Zweifel, ob es überhaupt einen Plan für das gibt, was die Militärs gern als „Endgame“ bezeichnen. Die Nervosität der Märkte zwingt Trump zu einem schnellen Ende des Konflikts, doch für einen Deal braucht er einen Partner in Teheran.

Zuerst rechtfertigte der US-Präsident den Angriff mit der angeblich unmittelbaren Bedrohung durch iranische Atombomben. Dann war es der Aufruf zum Regimewechsel in Teheran. Danach machte US-Außenminister Marco Rubio einen geplanten Alleingang Israels für den „defensiven Präventivschlag“ der USA verantwortlich. Am Dienstag widersprach Trump und behauptete, die Iraner hätten die US-Militärbasen in der Region angreifen wollen.

Am Tag fünf des Krieges scheinen nur zwei Dinge klar zu sein: Von einem „Regime Change“ spricht in Washington niemand mehr. „Dies ist kein sogenannter Krieg zum Wechsel des Regimes“, hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gerade klargestellt. Einig sind sich in der US-Regierung jedoch alle, dass sie den sich ausweitenden Konflikt im Nahen und Mittleren Osten möglichst schnell beenden wollen. Trump und seine Krieger wollen einen Deal. Das hat vor allem wirtschaftliche Gründe und bedeutet nichts Gutes für die auf einen demokratischen Wandel hoffenden Iraner.

Glaubt man Donald Trump, verläuft der Krieg gegen den Iran nach Plan. Nur weiß niemand, was der Plan des US-Präsidenten wirklich ist. Die sich fast täglich ändernden Kriegsziele wecken vor allem an den Finanzmärkten Zweifel, ob es überhaupt einen Plan für das gibt, was die Militärs gern als „Endgame“ bezeichnen. Die Nervosität der Märkte zwingt Trump zu einem schnellen Ende des Konflikts, doch für einen Deal braucht er einen Partner in Teheran.

Zuerst rechtfertigte der US-Präsident den Angriff mit der angeblich unmittelbaren Bedrohung durch iranische Atombomben. Dann war es der Aufruf zum Regimewechsel in Teheran. Danach machte US-Außenminister Marco Rubio einen geplanten Alleingang Israels für den „defensiven Präventivschlag“ der USA verantwortlich. Am Dienstag widersprach Trump und behauptete, die Iraner hätten die US-Militärbasen in der Region angreifen wollen.

Am Tag fünf des Krieges scheinen nur zwei Dinge klar zu sein: Von einem „Regime Change“ spricht in Washington niemand mehr. „Dies ist kein sogenannter Krieg zum Wechsel des Regimes“, hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gerade klargestellt. Einig sind sich in der US-Regierung jedoch alle, dass sie den sich ausweitenden Konflikt im Nahen und Mittleren Osten möglichst schnell beenden wollen. Trump und seine Krieger wollen einen Deal. Das hat vor allem wirtschaftliche Gründe und bedeutet nichts Gutes für die auf einen demokratischen Wandel hoffenden Iraner.


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