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Nur Traumtänzer verzichten auf Atomkraft

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10.03.2026

Die nächste Phase des weltweiten Ausbaus der Kernenergie läuft. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am heutigen Dienstag in Paris zum zweiten internationalen Gipfel des zivilen Nuklearsektors.

Rund 60 Länder sowie Unternehmen, Investoren und internationale Organisationen sind gekommen. Allein diese breite Beteiligung zeigt, dass die zivile Nutzung der Kernenergie international eine neue Aufmerksamkeit erlebt. Das hat nicht mit ideologischen Gründen zu tun, sondern mit energiepolitischer Notwendigkeit. Gleich zu Beginn des Treffens bezeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) die Abkehr von Atomkraft als einen „strategischen Fehler“. Eine 180-Grad-Wende ihrer bisherigen Energiepolitik.

Es ist zwar eine Illusion, zu glauben, Kernkraft sei kostengünstig. Viele aktuelle Projekte werden teurer als geplant und funktionieren oft nur mit staatlichen Garantien. Der Bau der Kraftwerke dauert zudem sehr lange. Beim Reaktorprojekt im französischen Flamanville wird seit fast zwei  Jahrzehnten gebaut.

Wer also angesichts des Irankriegs schnelle Lösungen gegen Abhängigkeiten von Öl und Gas sucht, sollte nicht erwarten, dass neue Atomkraftwerke kurzfristig helfen.

Die nächste Phase des weltweiten Ausbaus der Kernenergie läuft. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am heutigen Dienstag in Paris zum zweiten internationalen Gipfel des zivilen Nuklearsektors.

Rund 60 Länder sowie Unternehmen, Investoren und internationale Organisationen sind gekommen. Allein diese breite Beteiligung zeigt, dass die zivile Nutzung der Kernenergie international eine neue Aufmerksamkeit erlebt. Das hat nicht mit ideologischen Gründen zu tun, sondern mit energiepolitischer Notwendigkeit. Gleich zu Beginn des Treffens bezeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) die Abkehr von Atomkraft als einen „strategischen Fehler“. Eine 180-Grad-Wende ihrer bisherigen Energiepolitik.

Es ist zwar eine Illusion, zu glauben, Kernkraft sei kostengünstig. Viele aktuelle Projekte werden teurer als geplant und funktionieren oft nur mit staatlichen Garantien. Der Bau der Kraftwerke dauert zudem sehr lange. Beim Reaktorprojekt im französischen Flamanville wird seit fast zwei  Jahrzehnten gebaut.

Wer also angesichts des Irankriegs schnelle Lösungen gegen Abhängigkeiten von Öl und Gas sucht, sollte nicht erwarten, dass neue Atomkraftwerke kurzfristig helfen.


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