Rubios Rede kommt ein Jahr zu spät – das Vertrauen ist verspielt
Stehende Ovationen? Für eine Rede, die vor dem „Klima-Kult“, „unkontrollierten Masseneinwanderung“ und den „Kräften zivilisatorischen Auslösung“ warnte? Die Reaktion des Publikums auf den Auftritt des amerikanischen Außenministers Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz wirkte geradezu verstörend. Nach vor wenigen Jahren wäre Rubios Rede nicht von Applaus, sondern von Protesten unterbrochen worden.
Doch wie es Rubio schon auf seinem Abflug formulierte: „Die alte Welt gibt es nicht mehr.“ Wann immer Vertreter der US-Regierung das Wort ergreifen, rechnen die Europäer inzwischen mit dem Schlimmsten. Selbst Kriegsdrohungen sind nicht ausgeschlossen, wie sich im Streit um Grönland zeigte. Das erklärt die Erleichterung, mit der Rubios Botschaften in München aufgenommen wurde.
Ja, Rubio entwickelte aus der rechtspopulistischen Ideologie der MAGA-Bewegung eine außenpolitische Strategie. Ja, Schlüsselbegriffe seiner Rede entstammen rechtsradikalen Diskursen. Und doch zeigte sich in München, dass es die Chance zu einem neuen transatlantischen Arrangement gibt.
„Wollen keine höflichen Verwalter des Niedergangs des Westens sein“ – die Rede von Marco Rubio im Wortlaut
Doch wie es Rubio schon auf seinem Abflug formulierte: „Die alte Welt gibt es nicht mehr.“ Wann immer Vertreter der US-Regierung das Wort ergreifen, rechnen die Europäer inzwischen mit dem Schlimmsten. Selbst Kriegsdrohungen sind nicht ausgeschlossen, wie sich im Streit um Grönland zeigte. Das erklärt die Erleichterung, mit der Rubios Botschaften in München aufgenommen wurde.
Ja, Rubio entwickelte aus der rechtspopulistischen Ideologie der MAGA-Bewegung eine außenpolitische Strategie. Ja, Schlüsselbegriffe seiner Rede entstammen rechtsradikalen Diskursen. Und doch zeigte sich in München, dass es die Chance zu einem neuen transatlantischen Arrangement gibt.
„Wollen keine höflichen Verwalter des Niedergangs des Westens sein“ – die Rede von Marco Rubio im Wortlaut
Rubios Diagnose, dass der Glaube an das „Ende der Geschichte“ und die weltweite Verbreitung der liberalen Demokratie nach dem Ende des Kalten Kriegs nicht nur naiv, sondern gefährlich war, ist inzwischen auch in Europa Konsens. Wenn Rubio auf die Risiken hinweist, die sich aus wirtschaftlichen Abhängigkeiten von autoritären Regimen ergeben, tritt er damit in Berlin, Brüssel, Paris und London auf Zustimmung.
