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Spritpreise – der Zapfsäulenpopulismus kehrt wieder zurück

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Der Iran-Krieg führt zu erheblichen Steigerungen der Öl- und Gaspreise – und prompt diskutiert die Republik über Maßnahmen zur Senkung der Benzin- und Dieselpreise an den Zapfsäulen. Wie im Frühjahr 2022, kurz nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte, werden dieselben Instrumente hervorgekramt, die schon damals nicht sinnvoll waren. Sogar der Tankrabatt feiert unselige Urstände.

Die durch den Iran-Krieg ausgelösten Preissteigerungen sind in der Tat erheblich. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent liegt derzeit bei rund 100 U.S.-Dollar, der Erdgaspreis bei etwa 50 Euro je MWh und die Preise für Benzin und Diesel bei etwas über zwei Euro je Liter. Im Vergleich zu den Wochen vor Ausbruch des Krieges sind dies Steigerungen um 30 Prozent, 56 Prozent beziehungsweise 13 bis 23 Prozent.

Zur Erinnerung: Ein Anstieg des Ölpreises um zehn Prozent führt zu 0,4 Prozentpunkten höherer Inflation mit Nachwirkungen in den Jahren danach; ein Anstieg des Gaspreises wird zu einem Zehntel in der Inflationsrate weitergegeben. Steigt der Ölpreis um zehn US-Dollar je Barrel, so reduziert dies das Wirtschaftswachstum um rund 0,1 Prozentpunkte. Diese groben Anhaltspunkte liefern einen Eindruck, wie sich ein länger anhaltender Iran-Krieg auswirken könnte.

Der Iran-Krieg führt zu erheblichen Steigerungen der Öl- und Gaspreise – und prompt diskutiert die Republik über Maßnahmen zur Senkung der Benzin- und Dieselpreise an den Zapfsäulen. Wie im Frühjahr 2022, kurz nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte, werden dieselben Instrumente hervorgekramt, die schon damals nicht sinnvoll waren. Sogar der Tankrabatt feiert unselige Urstände.

Die durch den Iran-Krieg ausgelösten Preissteigerungen sind in der Tat erheblich. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent liegt derzeit bei rund 100 U.S.-Dollar, der Erdgaspreis bei etwa 50 Euro je MWh und die Preise für Benzin und Diesel bei etwas über zwei Euro je Liter. Im Vergleich zu den Wochen vor Ausbruch des Krieges sind dies Steigerungen um 30 Prozent, 56 Prozent beziehungsweise 13 bis 23 Prozent.

Zur Erinnerung: Ein Anstieg des Ölpreises um zehn Prozent führt zu 0,4 Prozentpunkten höherer Inflation mit Nachwirkungen in den Jahren danach; ein Anstieg des Gaspreises wird zu einem Zehntel in der Inflationsrate weitergegeben. Steigt der Ölpreis um zehn US-Dollar je Barrel, so reduziert dies das Wirtschaftswachstum um rund 0,1 Prozentpunkte. Diese groben Anhaltspunkte liefern einen Eindruck, wie sich ein länger anhaltender Iran-Krieg auswirken könnte.


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