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Reiche und die große Lebenslüge der Erneuerbare-Energien-Branche

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20.02.2026

Mit ihrem „Netzpaket“ hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Erneuerbaren-Branche aufgeschreckt. Dabei gehen Reiches Vorschläge in die richtige Richtung. Aber die Branche ist schon in Abwehrhaltung gegangen. Es droht massiver Streit. Beschert das „Netzpaket“ der Koalition eine Art „Heizungsgesetz 2.0“, also eine nicht enden wollende Debatte mit massiven Kollateralschäden?

Im Kern geht es im Netzpaket um drei Dinge: Wenn neue Wind- oder Solarparks in überlasteten Netzgebieten angeschlossen werden sollen, sollen die Betreiber auf die Entschädigung verzichten, die sie bislang für abgeregelten Strom erhalten.

Außerdem sollen die Netzbetreiber in die Lage versetzt werden, bei konkurrierenden Netzanschlussbegehren eine Auswahl zu treffen: Soll der Industriebetrieb seine Prozesse elektrifizieren dürfen, das KI-Rechenzentrum ans Netz gehen oder der Windpark? Bislang gilt ein Anschlussvorrang für die Erneuerbaren. Zudem sollen sich die Erneuerbaren stärker an den Kosten des Netzanschlusses beteiligen.

Die Branche wirft Reiche vor, sie wolle den Ausbau der Erneuerbaren blockieren. Die Grünen organisieren dazu die passenden Proteste. Grünen-Co-Parteichef Felix Banaszak warnt – im Ernst – vor der „Beerdigung der Erneuerbaren“. Der Stromverbraucher reibt sich verdutzt die Augen.

Mit ihrem „Netzpaket“ hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Erneuerbaren-Branche aufgeschreckt. Dabei gehen Reiches Vorschläge in die richtige Richtung. Aber die Branche ist schon in Abwehrhaltung gegangen. Es droht massiver Streit. Beschert das „Netzpaket“ der Koalition eine Art „Heizungsgesetz 2.0“, also eine nicht enden wollende Debatte mit massiven Kollateralschäden?

Im Kern geht es im Netzpaket um drei Dinge: Wenn neue Wind- oder Solarparks in überlasteten Netzgebieten angeschlossen werden sollen, sollen die Betreiber auf die Entschädigung verzichten, die sie bislang für abgeregelten Strom erhalten.

Außerdem sollen die Netzbetreiber in die Lage versetzt werden, bei konkurrierenden Netzanschlussbegehren eine Auswahl zu treffen: Soll der Industriebetrieb seine Prozesse elektrifizieren dürfen, das KI-Rechenzentrum ans Netz gehen oder der Windpark? Bislang gilt ein Anschlussvorrang für die Erneuerbaren. Zudem sollen sich die Erneuerbaren stärker an den Kosten des Netzanschlusses beteiligen.

Die Branche wirft Reiche vor, sie wolle den Ausbau der Erneuerbaren blockieren. Die Grünen organisieren dazu die passenden Proteste. Grünen-Co-Parteichef Felix Banaszak warnt – im Ernst – vor der „Beerdigung der Erneuerbaren“. Der Stromverbraucher reibt sich verdutzt die Augen.


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