Femo statt Fomo – die fabelhafte Gewinndynamik treibt die Börse
Einen schönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
die „Fear of missing out“, kurz Fomo, also die Angst, etwas zu verpassen, kennen Sie bestimmt. Aber kennen Sie auch Femo? Femo steht für „fabulous earnings momentum“ – und diese „fabelhafte Gewinndynamik“ der US-Unternehmen ist laut Kapitalmarktexperte Ed Yardeni der Grund für die aktuelle Börsenrally.
Ein Ende ist nicht in Sicht. Rund 90 Prozent der im S&P 500 notierten US-Konzerne haben ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Daten des Analysehauses Factset zeigen: Die Gewinne sollen zwischen April und Ende Juni um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen sein. Damit wären die Gewinne sieben Quartale in Folge zweistellig gewachsen. Das ist selbst an der Wall Street ungewöhnlich.
Ein Ende ist nicht in Sicht. Rund 90 Prozent der im S&P 500 notierten US-Konzerne haben ihre Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Daten des Analysehauses Factset zeigen: Die Gewinne sollen zwischen April und Ende Juni um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen sein. Damit wären die Gewinne sieben Quartale in Folge zweistellig gewachsen. Das ist selbst an der Wall Street ungewöhnlich.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Wesentliche Treiber sind Alphabet und Amazon. Die Gewinne beider Tech-Konzerne stiegen ungewöhnlich stark durch einmalige Beteiligungsgewinne aus Anteilen an Firmen wie Anthropic und SpaceX.
Doch selbst ohne diese Sondereffekte steuern die S&P-500-Gewinne nach Daten der Bank of America auf ein Wachstum von 30 Prozent zu. Aber kann das immer so weitergehen mit Femo?
Erst einmal ja, glauben Experten. Es sei denn, der Konflikt im Nahen Osten eskaliert wieder oder Wladimir Putin startet die neue Mobilmachung, vor der der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seit Tagen warnt. Hoffen wir, dass es nicht dazu kommt. Auch die Inflation bleibt ein Risiko. Am Mittwoch kamen die neuen Zahlen aus den USA. Im Juli lag die Teuerung bei 3,4 Prozent. Genau wie erwartet – und........
