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Trotz aller anhaltenden Hybris: Trump hat den Zenit seiner Macht überschritten

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25.02.2026

Es ist die ewige Wiederkehr des Immergleichen: überschwängliches Selbstlob, Konfrontation statt Argumentation, Un- oder bestenfalls Halbwahrheiten.

Donald Trump wandte sich an sein Volk. „State of the Union“ heißt jene Rede, die amerikanische Präsidenten gerne zur Selbstvergewisserung der Nation nutzen, zur besten Sendezeit, vor beiden Häusern des Kongresses.

Trump rief einmal mehr das „goldene Zeitalter Amerikas“ aus: Die Nation sei „größer, besser, wohlhabender und stärker als je zuvor“, dank seiner Politik, versteht sich. Die Demokraten, „die das Land zerstören“, bezeichnete er als „verrückt“.

Die Inflation? Er musste kommen, um sie zu beenden. Eine Behauptung, die einigermaßen grotesk anmutet. Zwar sind die pandemiebedingten Hochinflationszeiten tatsächlich vorbei, aber die Raten verharren immer noch auf hohem Niveau von zuletzt 2,4 Prozent (Januar) und die Inflationsrisiken sind wegen der drastischen Steuersenkungen und der Strafzölle, die zwangsläufig peu à peu in die Preis-Statistiken einsickern, beträchtlich.

Es ist die ewige Wiederkehr des Immergleichen: überschwängliches Selbstlob, Konfrontation statt Argumentation, Un- oder bestenfalls Halbwahrheiten.

Donald Trump wandte sich an sein Volk. „State of the Union“ heißt jene Rede, die amerikanische Präsidenten gerne zur Selbstvergewisserung der Nation nutzen, zur besten Sendezeit, vor beiden Häusern des Kongresses.

Trump rief einmal mehr das „goldene Zeitalter Amerikas“ aus: Die Nation sei „größer, besser, wohlhabender und stärker als je zuvor“, dank seiner Politik, versteht sich. Die Demokraten, „die das Land zerstören“, bezeichnete er als „verrückt“.

Die Inflation? Er musste kommen, um sie zu beenden. Eine Behauptung, die einigermaßen grotesk anmutet. Zwar sind die pandemiebedingten Hochinflationszeiten tatsächlich vorbei, aber die Raten verharren immer noch auf hohem Niveau von zuletzt 2,4 Prozent (Januar) und die Inflationsrisiken sind wegen der drastischen Steuersenkungen und der Strafzölle, die zwangsläufig peu à peu in die Preis-Statistiken einsickern, beträchtlich.

Investitionen? Er habe dafür gesorgt, dass ausländische Unternehmen 18 Billionen Dollar in den USA investierten. Wie der Präsident auf diese gigantische Summe kommt, bleibt selbst im republikanischen Lager ein Rätsel.


© Handelsblatt