Fed legt Zinspause ein – alle Augen bleiben auf dem Dollarkurs
Liebe Leserinnen und Leser,
nach drei aufeinanderfolgenden Zinssenkungen legt die US-Notenbank Fed eine Pause ein und belässt den US-Leitzins bei einer Zinsspanne von 3,5 und 3,75 Prozent. Die US-Börsen reagierten gestern Abend kaum auf die Entscheidung, die Zinspause war in den Kursen offenbar bereits eingepreist.
Die Fed ließ in ihrer Erklärung offen, wann eine weitere Zinssenkung folgen könnte. Seit Langem drängt US-Präsident Donald Trump Fed-Chef Powell aggressiv zu niedrigeren Zinsen, um das Wachstum der US-Wirtschaft zu steigern. Dieser Konflikt zwischen Powell und Trump gehört inzwischen schon fast ins Genre der amerikanischen Folklore.
Der Streit zwischen Fed und Weißem Haus beeinflusst eine andere Entwicklung in den USA, die vor allem in Europa mit zunehmender Sorge gesehen wird: den schleichenden Kursverfall der US-Währung.
Zur Erinnerung: „Der Dollar läuft großartig“, hatte der US-Präsident am Dienstag am Rande eines Wahlkampfauftritts in Iowa gesagt. Investoren interpretierten das als präsidiale Billigung der jüngsten Kursverluste. Prompt sackte der Dollar weiter ab und unterschritt zeitweise die Marke von 1,20 Dollar pro Euro. Damit erreichte der Wechselkurs zum Euro den niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren. Gestern stieg der Dollar wieder leicht. Auch nach der Fed-Zinsentscheidung kostete ein Euro zuletzt 1,1930 Dollar.
Das vielleicht deutlichste Zeichen dafür, dass das Misstrauen gegenüber der Weltreservewährung Dollar bestehen bleibt: Der Preis für eine Feinunze Gold stieg am Abend auf knapp 5363 US-Dollar. Seit Ende 2025 ist Gold damit erneut um rund 24 Prozent teurer geworden, nachdem der Preis im........
