Ohne jede Rücksicht auf die Weltlage – wenn Piloten zu weit gehen
Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für Arbeitskämpfe. Diese in Gewerkschaftskreisen häufig zitierte Weisheit ist richtig. Dennoch muss die Frage an die Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit (VC) erlaubt sein: Muss man ausgerechnet bei Lufthansa streiken, wenn die Luftfahrtwelt so sehr in Unruhe ist wie seit Jahren nicht?
Der Irankrieg hat die Öl- und Kerosinpreise in die Höhe getrieben. Die wachsende Zahl geopolitischer Konflikte führt dazu, dass es am Himmel weniger freigegebene „Fernstraßen“ gibt. Es müssen weite und deshalb teure Umwege geflogen werden. Der Krieg könnte dazu führen, dass weniger geflogen wird, weil die Menschen verunsichert sind.
Es verfestigt sich der Eindruck, dass den Pilotenvertretern all diese Realitäten herzlich egal sind. Natürlich hat eine Gewerkschaft das Recht, ihre Forderungen mit Arbeitskämpfen durchzusetzen. Doch hier geht es um höhere Unternehmensbeiträge für die Rente der Piloten. Der Hinweis der VC, dass gerade die jüngeren Piloten in der Kernmarke Lufthansa Classic niemals das bisher übliche und durchaus üppige Rentenniveau erreichen werden, zieht nicht. Jenseits der Pilotenblase ist genau das längst bittere Realität. Die meisten Menschen in Deutschland müssen länger arbeiten, um Leistungen beziehen zu können, die dennoch schrumpfen.
Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für Arbeitskämpfe. Diese in Gewerkschaftskreisen häufig zitierte Weisheit ist richtig. Dennoch muss die Frage an die Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit (VC) erlaubt sein: Muss man ausgerechnet bei Lufthansa streiken, wenn die Luftfahrtwelt so sehr in Unruhe ist wie seit Jahren nicht?
Der Irankrieg hat die Öl- und Kerosinpreise in die Höhe getrieben. Die wachsende Zahl geopolitischer Konflikte führt dazu, dass es am Himmel weniger freigegebene „Fernstraßen“ gibt. Es müssen weite und deshalb teure Umwege geflogen werden. Der Krieg könnte dazu führen, dass weniger geflogen wird, weil die Menschen verunsichert sind.
Es verfestigt sich der Eindruck, dass den Pilotenvertretern all diese Realitäten herzlich egal sind. Natürlich hat eine Gewerkschaft das Recht, ihre Forderungen mit Arbeitskämpfen durchzusetzen. Doch hier geht es um höhere Unternehmensbeiträge für die Rente der Piloten. Der Hinweis der VC, dass gerade die jüngeren Piloten in der Kernmarke Lufthansa Classic niemals das bisher übliche und durchaus üppige Rentenniveau erreichen werden, zieht nicht. Jenseits der Pilotenblase ist genau das längst bittere Realität. Die meisten Menschen in Deutschland müssen länger arbeiten, um Leistungen beziehen zu können, die dennoch schrumpfen.
