Wie Vermögensverwalter die nächste Generation verlieren
Das größte Cash-Event ist der Tod. Für jeden Einzelnen, aber auch für uns als Gesellschaft. Jedes Jahr wechseln in Deutschland bis zu 400 Milliarden Euro so den Besitzer – das ist fast so viel, wie der gesamte Bundeshaushalt groß ist. Für die Verantwortung, die hier übernommen wird, gibt es keine Vorbereitung: keinen Lehrplan, keine Prüfung, keine Pflichtberatung. Wer ein Auto fahren will, braucht 30 Stunden Ausbildung. Wer ein Vermögen erbt, braucht gar nichts.
Deutschland ist dabei ein Sonderfall. Laut Oxfam stammen 71 Prozent der deutschen Milliardärsvermögen aus Erbschaften – global sind es 36 Prozent. Mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens basiert inzwischen auf Erbvermögen; in den 1970er-Jahren waren es 20 Prozent. Deutschland ist, wie die Organisation Finanzwende es formuliert, weniger Leistungsgesellschaft als Erbengesellschaft. Und die bildet ihre Leistungsträger nicht aus.
Die Folgen sind enorm: 190.000 Familienunternehmen stehen bis 2026 vor der Übergabe. 23 Prozent der nächsten Unternehmergeneration denken über Verkauf nach – 2020 waren es noch 14 Prozent.
Das größte Cash-Event ist der Tod. Für jeden Einzelnen, aber auch für uns als Gesellschaft. Jedes Jahr wechseln in Deutschland bis zu 400 Milliarden Euro so den Besitzer – das ist fast so viel, wie der gesamte Bundeshaushalt groß ist. Für die Verantwortung, die hier übernommen wird, gibt es keine Vorbereitung: keinen Lehrplan, keine Prüfung, keine Pflichtberatung. Wer ein Auto fahren will, braucht 30 Stunden Ausbildung. Wer ein Vermögen erbt, braucht gar nichts.
Deutschland ist dabei ein Sonderfall. Laut Oxfam stammen 71 Prozent der deutschen Milliardärsvermögen aus Erbschaften – global sind es 36 Prozent. Mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens basiert inzwischen auf Erbvermögen; in den 1970er-Jahren waren es 20 Prozent. Deutschland ist, wie die Organisation Finanzwende es formuliert, weniger Leistungsgesellschaft als Erbengesellschaft. Und die bildet ihre Leistungsträger nicht aus.
Die Folgen sind enorm: 190.000 Familienunternehmen stehen bis 2026 vor der Übergabe. 23 Prozent der nächsten Unternehmergeneration denken über Verkauf nach – 2020 waren es noch 14 Prozent.
